So Leute, ich bin aus meinem Urlaub zurück! Er war richtig lang und schön und ich hab jede Menge gesehen. Bis ich jedoch von meinem Urlaub schreibe, dauert es noch was, denn ich bin ja in Shanghai stecken geblieben...Aber, da ich nun etwas Zeit habe, werde ich in den nächsten Tagen sehr viel schreiben, also bitte nicht erschlagen fühlen von den langen Texten.
Freitag morgens sind wir verkatert alle etwas später aus dem Bett gekommen. Nach einem scharfen Frühstück in einem kleinen, chinesischen Lokal sind wir dann mit der U-Bahn wieder in die Innenstadt, um zu Fuss zur Fähre zu gehen. Wir chillten also erstmal auf der Fähre auf dem Huang Pu, dem Fluss, der das neue Shanghai mit den hohen, modernen Hochhäusern abtrennt. Wir hatten einen der letzten sonnigen Tage in Shanghai und wir konnten sogar in Pulli auf dem Boot sitzen. Im Anschluss sind wir zu dem Städteplannungsmuseum von Shanghai gefahren. Das Museum ist vier stöckig und man kann auf Bildern sehen, wie die alten Häuser den Hochhäusern weichen mussten. Auf der dritten Etage ist eine riesiges Modell der Stadt aufgebaut, um das man herum gehen kann. Ebenfalls beeindruckend war eine Animation in einem runden Raum, wo man durch die Stadt fliegt und 3D rund herum sehen kann. Wir verbrachen eine lange Zeit in dem Museum, weil es richtig viel zu bieten hatte. Anschliessend sind wir durch die Stadt zu einem Geheimtip: die Dachterrasse des Captain Youth Hostel, von der man gut auf die andere Seite, Pu Dong, herüber schauen konnte. Dort aßen wir eine Pizza, schlürften in aller Ruhe einen kleinen Cocktail und der ein oder andere machte auch gerne Mal ein Auge zu. Doch der Tag war natürlich nicht zu Ende. Wir wussten ja, dass so viele Deutsche zu der gleichen Zeit in Shanghai waren und hatten uns an dem Tag in der Disko verabredet. Doch es war keine gewöhnliche Disko, sondern es war wohl die höchste Disko, in der ich jemals gewesen bin: 15tes Stockwerk. Dafür war es aber auch schweineteuer. Und dafür war es nicht mal so gut, und nur die Aussicht konnte echt überzeugen. Die Leute, die in dem Club waren, waren alles so geschmierte Typen und es war eher zu lachen, wie die sich benommen haben. Aber es war trotzdem nicht so schlecht und ich hab später mit den Hochhäusern getanzt :)
Samstag morgen haben wir uns mit einem Freund von Julius aus Frankreich zum Frühstück verabredet. Leider konnten wir nicht wie geplant auf der Dachterrasse des Hostels Pizza essen, weil diese noch geschlossen hatte. Deshalb mussten wir unten in der Essstube essen, die etwas gammelig war. Am Frühstückstisch wurde dann über die Tagesplanung diskutiert und beschlossen, dass wir erstmal Transrapid fahren werden. Dieser 432 km/h schnelle Zug war auch mehr für die Maschinenbauer interessant...für mich war es einfach nur Zugfahren. Der Zug ist bis zum Flughafen gefahren, was auch eher langweilig war, denn der Flughafen war zwar neu, aber sah dann doch ziemlich so aus, wie ein ganz normaler Flughafen. Ok, das Dach sah ganz nett aus.... also schnell bei KFC ein Burger und mit dem Transrapid wieder zurück. An der Station gab es ein Museum über den Transrapid und dessen Geschichte. Das war dann schon wieder interessanter, vor allem wollen die Chinesen einen Transrapid nach Hongkong bauen, der nur 3 Stunden bis nach dort braucht! Dort wurde auch viel von Herr Schröder erzählt, der mitgeholfen hat beim Transrapid, denn die meiste Technologie für den Zug kam aus Deutschland (Siemens). Weil so gutes Wetter war, sind wir nach dem Museum in den nahliegenden Park gefahren. Dort war es richtig schön grün noch und es gab einen See in der Mitte. Als wir dann an einem Tretauto-Verleih (sowas wie ein Tretboot, nur als Auto) vorbeikamen, konnten wir es uns nicht nehmen lassen auch eins zu mieten. Das war schon sehr witzig, weil wir relativ schnell unterwegs waren und irgendwann die Kette rausgesprungen ist oder wir durch das Gebüsch gefahren sind, so dass wir schon Angst um unser Kaution hatten, die wir natürlich wieder bekommen haben. In einem Kreisel sind wir dann auch Rundenzeiten gefahren und fast ist der Wagen dabei umgekippt - also nur Blödsinn im Kopf. Auf dem Weg zur U-Bahn sind wir dann noch an einem Schiessstand vorbeigekommen, an dem wir fast alle Ballons kaputt geschossen haben und dann wollten uns die Standbesitzer auch noch verarschen....aber nicht mit uns! Die Hauptattraktion für mich war ganz klar das Cafe des Hyatt am frühen Abend. Hier konnte man im 87. Stockwerk einen nicht ganz günstigen Cocktail trinken und konnte dabei richtig gut die Stadt von oben sehen. Man war zwar nicht auf dem Dach des bislang noch höhsten Gebäude Shanghais, aber zwei Stockwerke drunter und man hat richtig viel gesehen, vor allem, weil wir eine super Sicht durch das Wetter hatten. Wir ergatterten uns nach einer kurzen Zeit Fensterplätze und chillten in dem Edellokal eine ganze Weile. Es war eine wirklich erstaunliche Höhe, in der man sich befand. Zum Abendessen sind wir in ein kleines, moslimisches Einheimischenrestaurant gegangen, welches gegenüber von unserem Hostel war. Die kellner, welche alle wie Geschwister aussahen, schauten uns etwas komisch an, da sie es wohl nicht erwartet hatten, dass sich Westler in ein solches Restaurant "trauen", aber es war lecker. Um den Abend ruhig ausklingen zu lassen, sind wir in ein Jazzclub gegangen, wo live Musik gespielt wurde. Später wurde die Bar von einer afroamerikanischen, dicken Frau bei Laune gehalten, denn die hat sich vor allen Leuten mit Tequilla abgeschossen, während sie ihren Aufritt hatte. Doch sie war nicht die einzige Betrunkene dort; da waren zwei Irländerinnen, die ständig uns vollquatschten und wir hatten unseren Spass damit zu sagen, dass wir woanders herkamen, so kam ich aus Argentinien, Julius aus Texas und Niels aus Australien. Naürlich haben die irgendwann gemerkt, dass wir nie Englisch miteinander reden...Ich fand die Couch so bequem, dass ich dann irgendwann eingeschlafen bin, ist ja auch nichts wirklich spannendes passiert. Da war dann natürlich Schluss mit mir und ich wollte auch nicht noch weiterziehen.
Am Sonntag haben wir ausgeschlafen und haben uns dann nach einem McDonalds Frühstück aufgeteilt. Ich bin mit Niels und Damian ins Künstlerviertel gefahren. Dieses ist wesentlich kleiner als das von Beijing, aber man hat trotzdem ein paar coole Bilder gefunden und auch mit dem ein oder anderen Verkäufer geredet. Im Künstlerviertel sind wir dann auch auf einen coolen Laden aufmerksam geworden, der T-shirt Motive von Künstlern druckt, in dem ich mein Ottman T-shirt gekauft habe (manche sagen auch liebevoll: die Biene Maya). Wir sind zurück in die Innenstadt zum Treffpunkt Starbucks und sind dann etwas durch die City geschlendert. Abends haben wir uns mit Till verabredet, der nicht mit den anderen im Flieger zurück wollte. Zum Abendessen sind wir zum Tepanyaky Japaner gegangen, wo es für 150 Yuan frei Essen und Trinken gibt. Da haben wir dann so viel gegessen und getrunken, dass ich später nicht mehr gerade stehen konnte (nicht vom Alkohol). Aber wir wollten unseren letzten Abend in Shanghai ja nicht im Hostel verbringen und so sind wir ins Bonbon gegangen, wo es auch noch Freitrinken gab. Leider war richtig wenig los (wie komisch an einem Sonntagabend...). Aber wir hatten ja Frauenschwarm Till dabei, so dass wir dann doch mit der letzten anderen Gruppe ins "Gespräch" kamen (es war häufiger ein Gerate, da die andern nicht so gut Englisch konnten). Nachdem wir dann rausgeschmissen wurden, weil der Laden zu gemacht hat, sind wir nochmal mit Burger und Bier zum Bund (der Uferpromenade), um uns die Skyline bei Nacht anzusehen - Wahnsinn und unbeschreiblich!
Am Montag kamen wir wieder sperrlich aus dem Bett und als wir es dann geschafft haben, sind wir in die Innenstadt und haben bei McDonalds gefrühstückt. Dann stand das Museum auf dem Tagesplan. Dafür, dass die Reiseführer das Museum so gelobt haben als eines der größten Chinas, war es doch eher ein totaler Reinfall. Es waren zwar viele Ausstellungsstücke, aber nach der sechsten, gleichen, alten Schüssel hat man doch genug gesehen. Wir sind dennoch relativ lang geblieben, weil es schon groß war. Aber ich muss sagen, dass die Rembrandt Ausstellung aus Amsterdam, die zu der Zeit ausgestellt war, das Beste war. Ich konnte mit der bekannten Kunst dann wohl doch am Meisten anfangen. Unseren letzten Tag in Shanghai sind wir dann nochmal zum Bund, weil es da so schön ist. Auch sind wir nochmal zur künstlichen Altstadt gegangen, weil die Route bis da sehr angenehm war. Auf dem Weg zurück sind wir über einen ehrlichen, chinesischen Markt geschlendert, auf dem wir die einzigen Ausländer waren, obwohl es in Shanghai nur von Ausländern gewimmelt hatte. Das Krasseste, was ich dort gesehen hatte, waren Gänse, die sich nicht von der Stelle bewegt haben - ihnen wurden die Beide abgeschnitten. Zurück hatten wir dann noch Stress bekommen, weil wir in der Rush-Hour ein Taxi genommen haben....aber es hat dann doch alles noch gut gepasst und wir sind pünktlich am Bahnhof gewesen. Dort mussten wir noch weite Wege gehen, weil wir den letzten Bahnstieg hatten und dann auch noch den letzten Zug. Verschwitzt sind wir im Zug in unser Soft-Sleeper Abteil und haben den Abend ruhig ausklingen lassen.
Am nächsten Morgen war dann auch wieder Stress, weil ich um 8 Uhr Vorlesung hatte. Wir haben die U-Bahn genommen, sind gut durch gekommen und ich war im Endeffekt nur 20 Minuten zu spät. Für den Rest der Woche war dann nur noch chillen, Geld sparen und Shanghai verdauen angesagt. Außerdem musste auch wieder etwas für die Uni gemacht werden. Selbst am Freitag haben wir nichts gemacht und nur noch ein Film (Stirb langsam 4) geguckt.
Bilder kommen...
Dienstag, 26. Februar 2008
Freitag, 4. Januar 2008
Let`s go to Shanghai
Brisanz lag in der Luft. Denn schon vor mehr als 2 Wochen wurde der kommene Ausflug nach Shanghai geplant. Aber bis dahin war die Woche noch etwas hin:
Am Montag hatte ich wie jeden Montag frei und so konnte ich in aller Ruhe meinen Report fertig stellen. Dann ging es ab ins Fitnesscenter und abends hatte Sabrina, eine der zwei Aachenerinnen, ihren Geburtstag mit Pizza und Bier gefeiert - sehr maskulin :)
Nach ein paar Stücken Pizza und ein bischen Bier lief die Party, die sich stark auf den Gang des Studentenwohnheims verlagern musste, weil nicht genug Leute in das Zimmer passten. Das wurde jedoch nach 12 (oder so) ziemlich problematisch, weil die Servicekräfte des Wohnheims für Ruhe sorgen wollten und wir alle ins Zimmer mussten. So war man mit circa 20 Leuten auf 12 qm verteilt und auch auf dem Klo wurde es sich mit 4-5 Leuten gemütlich gemacht. Eigentlich wollte ich an dem Abend auch noch weiter ziehen, aber keiner wollte mit mir los, sodass ich dann doch frühzeitig in mein Bett verschwand.
Nach der Uni und dem Unigedöhns am Dienstag konnte ich wieder schön chillen. Immer die besten Zeiten, in denen man gar nichts mehr machen muss, weil man alles früh genug erledigt :)
Also konnte ich auch wiedermal mit besten Gewissen abends losziehen. Wir waren zwar nur zu Zweit (Damian und ich), aber das änderte sich schneller als erwartet. Wir sind ins D-22 gefahren, das ist eine Art Kneipe, wo ziemlich oft Live-Musik gespielt wird (meistens in die Rock Richtung), wo an diesem Abend Studentenabend war. Das heisst, dass dort eine Studentenband spielt. Die war jetzt zwar nicht so berauschend, aber dafür hat der Damian direkt 2 Mädels aus England gekannt und wir hatten die ganze Zeit was zum Quatschen. Auch als die wegmussten, wurde uns nicht langweilig, denn an unseren Tisch haben sich 3 Norweger gesetzt, mit denen wir auch schnell ins Gespräch kamen. Und langsam wurde der Abend immer später, das D-22 leerer und so sind wir zu Dritt ins Lush gegangen, um noch einen Cocktail zu trinken. Das war mir aber was zu laut und so hab ich mich gemütlich in den Sessel gelehnt und hab erstmal eine Runde geschlafen :) Vom Damian geweckt ging es sofort zum Wohnheim ins Bettchen.
Mittwoch war nochmal vor dem Wochenende ein Fitnesstag. Nach der Uni spielte ich etwas Fussball. Und nach dem Chinesischunterricht bin ich noch ins Fittnessstudio. Sonst freute man sich schon ganz doll auf Donnerstag, denn:
Da ging es morgens um kurz vor 8 Uhr mit dem Flieger nach Shanghai. Richtig schlafen konnte ich in den 2 Stunden natürlich auch nicht mehr, aber der Flug war witzig und ruhig. Angekommen am ausserhalb gelegenen Flughafen Shanghais, mussten wir erstmal mit dem Bus über eine Stunde in die Stadt fahren. Es war schon faszinierend, wie schnell die Straßen mehr wurden oder mehretagig die Straßen wurden. Wir stiegen am "Volksplatz" aus und waren erstmal erschlagen von der Kulisse. Shanghai ist wesentlich höher gebaut als Peking und so Wolkenkratzer waren dann wieder etwas Neues. Leider waren wir voll mit Gepäck und mussten erstmal mit der U-Bahn zum Hostel. Das ließ sich durch gute Beschreibung Gott sei Dank schnell finden und auch unsere Reservierungen waren alle klar. Bis dahin klappte ja alles super, nur unser Essen ließ auf sich warten. Als wir zu neunt in ein Restaurant gegangen sind, meinten die Leute doch echt, dass es erst später was zu essen gibt, was uns im Hungerwahn das erste Mal zu KFC führte (und es blieb bei Weitem nicht das letzte Mal in Shanghai). Voll gefuttert ging es also zu der ersten Sehenswürdigkeit der Stadt, die "Nanjing Donglu", der westliche Teil der größten Einkaufsstraße Shanghais. Dieser Teil war zwar nicht mehr so berauschend und man merkte direkt Unterschiede zu Peking. Ständig wurde man von Staßenhändlern angelabert, ob man eine Rolex, Schuhe oder sonst etwas kaufen möchte. Das Highlight am Ende der Nanjing Donglu war der "Bund" und der Blick auf die andere Seite des "Huangpu" nach "Putong". Putong ist der neue Teil von Shanghai, da wo alles hochgebaut wird und total modernisiert aussieht. Wir hatten einen ziemlich sommerlichen Tag und eine super klare Sicht, dass wir sogar von einem der Gebäude etwas geblendet wurden. Aber die Sicht ansich ist unbeschreiblich, vielleicht ist sie auf Bildern zu erkennen, aber ich denke, sowas muss man selbst gesehen haben, um zu sagen, wie beeindruckend das ist. Wir sind also durch die Fußgängerunterführung auf die andere Seite der Straße, um den Blick direkt von der Promenade aus weiter zu betrachten. Die Straße selber hatte auch schon eine lange Geschichte durch die Englisch-Französische Besatzung, die Opiumkriege und die Reformation zum sozialistischen Staat. Man sieht überall am Rand alte Bauten, die ein bischen an England und Frankreich erinnerten. Wir sind aso die Promenade südlich gelaufen und haben dabei immer schön nach links von dem neuen Shanghai und rechts von dem alten Shanghai Bilder gemacht und sind auch öfter Mal stehen geblieben, um erneut den Ausblick zu genießen. Was erneut etwas gestört hat, waren die ganzen Touristenhändler und Bettler, die ständig ankamen und so musste man dauernd aufpassen, dass noch alles da war. Am Ende des Bunds sind wir also wieder stadteinwärts gegangen und sind dabei durch einen kleinen Park gekommen, bis wir dann an den Eigangstoren der Altstadt landeten. Die Altstadt war eher eine kleine Fake-Stadt, die nur für Touristen hergerichtet worden ist und so sind wir durch diese etwas schneller gegangen. Wir (Niels, Damian, Julius und ich) folgten unserem Shanghai Reiseguide Christian, der uns durch die Straßen lotzte, hin zur französischen Konzession. Auch wenn wir angeblich da gewesen sein sollten, haben wir es nicht richtig gesehen. Nachdem wir dann den ganzen Tag gewandert sind, setzten wir uns erstmal gemütlich in ein kleines Restaurant, in dem wir zwar nur etwas tranken und uns Frühlingsrollen teilten, weil ich später vernünftig essen wollten. Wir überlegten unseren weiteren Abend und sind dabei auf die beste Idee gekommen (dazu später). Wir gingen also weiter durch die Stadt, kamen am einzigen H&M Chinas vorbei und an vielen weiteren Geschäften. Anschließend fuhren wir zurück in die Nähe unseres Hostels, aßen in dem Restaurant, wo wir am Morgen noch rausgeschmissen wurden etwas und ruhten uns erstmal etwas im Hostel aus. Dann kam die brilliante Idee aus dem Restaurant wieder: Bonbon. Bonbon ist das Propaganda Shanghais. Für 80Yuan, umgerechnet circa 8 Euro, den ganzen Abend frei trinken. Und da wir mit so vielen Leuten in Shanghai waren (insgesammt waren wir bestimmt 15), trudelten immer mehr in dem Club ein. Und der Abend wurde immer witziger: Damian war nach einer Stunde erstmal nicht mehr aufzufinden, bis wir etwas tiefer im Club suchten und ihn dann weit vorgebeugt vorfanden :D (nein er war nicht kotzen), der Vadda stellte rechtzeitig auf Bier um, da er sonst zu früh nach Hause müsste, Julius, der erstmal über eine Stunde im Nebenraum schlief, bis einer ihn mit nach Hause nahm und zum krönenden Abschluss, was niemand mehr übertreffen konnte, schlief Lempi auf der Box vor dem DJ Pult! (und der DJ war auch noch irgendein bekannter aus den USA) Das war so lustig und alle im Club haben ein Bild gemacht. Dazu war noch eine Miss Wahl gerade an dem Abend, das die Stimmung noch besser machte und Christian zum Gewinner des Abends, der sich Miss Bonbon`s Nummer noch besorgte, aber am nächsten Morgen nicht mehr wusste, was er ihr geschrieben hat. Alles in allem war der Abend super witzig und es ist super viel passiert, wo doch der Tag schon so spektakulär war....
Bilder bis hier:
http://picasaweb.google.de/snibsnib/Beijing08
Am Montag hatte ich wie jeden Montag frei und so konnte ich in aller Ruhe meinen Report fertig stellen. Dann ging es ab ins Fitnesscenter und abends hatte Sabrina, eine der zwei Aachenerinnen, ihren Geburtstag mit Pizza und Bier gefeiert - sehr maskulin :)
Nach ein paar Stücken Pizza und ein bischen Bier lief die Party, die sich stark auf den Gang des Studentenwohnheims verlagern musste, weil nicht genug Leute in das Zimmer passten. Das wurde jedoch nach 12 (oder so) ziemlich problematisch, weil die Servicekräfte des Wohnheims für Ruhe sorgen wollten und wir alle ins Zimmer mussten. So war man mit circa 20 Leuten auf 12 qm verteilt und auch auf dem Klo wurde es sich mit 4-5 Leuten gemütlich gemacht. Eigentlich wollte ich an dem Abend auch noch weiter ziehen, aber keiner wollte mit mir los, sodass ich dann doch frühzeitig in mein Bett verschwand.
Nach der Uni und dem Unigedöhns am Dienstag konnte ich wieder schön chillen. Immer die besten Zeiten, in denen man gar nichts mehr machen muss, weil man alles früh genug erledigt :)
Also konnte ich auch wiedermal mit besten Gewissen abends losziehen. Wir waren zwar nur zu Zweit (Damian und ich), aber das änderte sich schneller als erwartet. Wir sind ins D-22 gefahren, das ist eine Art Kneipe, wo ziemlich oft Live-Musik gespielt wird (meistens in die Rock Richtung), wo an diesem Abend Studentenabend war. Das heisst, dass dort eine Studentenband spielt. Die war jetzt zwar nicht so berauschend, aber dafür hat der Damian direkt 2 Mädels aus England gekannt und wir hatten die ganze Zeit was zum Quatschen. Auch als die wegmussten, wurde uns nicht langweilig, denn an unseren Tisch haben sich 3 Norweger gesetzt, mit denen wir auch schnell ins Gespräch kamen. Und langsam wurde der Abend immer später, das D-22 leerer und so sind wir zu Dritt ins Lush gegangen, um noch einen Cocktail zu trinken. Das war mir aber was zu laut und so hab ich mich gemütlich in den Sessel gelehnt und hab erstmal eine Runde geschlafen :) Vom Damian geweckt ging es sofort zum Wohnheim ins Bettchen.
Mittwoch war nochmal vor dem Wochenende ein Fitnesstag. Nach der Uni spielte ich etwas Fussball. Und nach dem Chinesischunterricht bin ich noch ins Fittnessstudio. Sonst freute man sich schon ganz doll auf Donnerstag, denn:
Da ging es morgens um kurz vor 8 Uhr mit dem Flieger nach Shanghai. Richtig schlafen konnte ich in den 2 Stunden natürlich auch nicht mehr, aber der Flug war witzig und ruhig. Angekommen am ausserhalb gelegenen Flughafen Shanghais, mussten wir erstmal mit dem Bus über eine Stunde in die Stadt fahren. Es war schon faszinierend, wie schnell die Straßen mehr wurden oder mehretagig die Straßen wurden. Wir stiegen am "Volksplatz" aus und waren erstmal erschlagen von der Kulisse. Shanghai ist wesentlich höher gebaut als Peking und so Wolkenkratzer waren dann wieder etwas Neues. Leider waren wir voll mit Gepäck und mussten erstmal mit der U-Bahn zum Hostel. Das ließ sich durch gute Beschreibung Gott sei Dank schnell finden und auch unsere Reservierungen waren alle klar. Bis dahin klappte ja alles super, nur unser Essen ließ auf sich warten. Als wir zu neunt in ein Restaurant gegangen sind, meinten die Leute doch echt, dass es erst später was zu essen gibt, was uns im Hungerwahn das erste Mal zu KFC führte (und es blieb bei Weitem nicht das letzte Mal in Shanghai). Voll gefuttert ging es also zu der ersten Sehenswürdigkeit der Stadt, die "Nanjing Donglu", der westliche Teil der größten Einkaufsstraße Shanghais. Dieser Teil war zwar nicht mehr so berauschend und man merkte direkt Unterschiede zu Peking. Ständig wurde man von Staßenhändlern angelabert, ob man eine Rolex, Schuhe oder sonst etwas kaufen möchte. Das Highlight am Ende der Nanjing Donglu war der "Bund" und der Blick auf die andere Seite des "Huangpu" nach "Putong". Putong ist der neue Teil von Shanghai, da wo alles hochgebaut wird und total modernisiert aussieht. Wir hatten einen ziemlich sommerlichen Tag und eine super klare Sicht, dass wir sogar von einem der Gebäude etwas geblendet wurden. Aber die Sicht ansich ist unbeschreiblich, vielleicht ist sie auf Bildern zu erkennen, aber ich denke, sowas muss man selbst gesehen haben, um zu sagen, wie beeindruckend das ist. Wir sind also durch die Fußgängerunterführung auf die andere Seite der Straße, um den Blick direkt von der Promenade aus weiter zu betrachten. Die Straße selber hatte auch schon eine lange Geschichte durch die Englisch-Französische Besatzung, die Opiumkriege und die Reformation zum sozialistischen Staat. Man sieht überall am Rand alte Bauten, die ein bischen an England und Frankreich erinnerten. Wir sind aso die Promenade südlich gelaufen und haben dabei immer schön nach links von dem neuen Shanghai und rechts von dem alten Shanghai Bilder gemacht und sind auch öfter Mal stehen geblieben, um erneut den Ausblick zu genießen. Was erneut etwas gestört hat, waren die ganzen Touristenhändler und Bettler, die ständig ankamen und so musste man dauernd aufpassen, dass noch alles da war. Am Ende des Bunds sind wir also wieder stadteinwärts gegangen und sind dabei durch einen kleinen Park gekommen, bis wir dann an den Eigangstoren der Altstadt landeten. Die Altstadt war eher eine kleine Fake-Stadt, die nur für Touristen hergerichtet worden ist und so sind wir durch diese etwas schneller gegangen. Wir (Niels, Damian, Julius und ich) folgten unserem Shanghai Reiseguide Christian, der uns durch die Straßen lotzte, hin zur französischen Konzession. Auch wenn wir angeblich da gewesen sein sollten, haben wir es nicht richtig gesehen. Nachdem wir dann den ganzen Tag gewandert sind, setzten wir uns erstmal gemütlich in ein kleines Restaurant, in dem wir zwar nur etwas tranken und uns Frühlingsrollen teilten, weil ich später vernünftig essen wollten. Wir überlegten unseren weiteren Abend und sind dabei auf die beste Idee gekommen (dazu später). Wir gingen also weiter durch die Stadt, kamen am einzigen H&M Chinas vorbei und an vielen weiteren Geschäften. Anschließend fuhren wir zurück in die Nähe unseres Hostels, aßen in dem Restaurant, wo wir am Morgen noch rausgeschmissen wurden etwas und ruhten uns erstmal etwas im Hostel aus. Dann kam die brilliante Idee aus dem Restaurant wieder: Bonbon. Bonbon ist das Propaganda Shanghais. Für 80Yuan, umgerechnet circa 8 Euro, den ganzen Abend frei trinken. Und da wir mit so vielen Leuten in Shanghai waren (insgesammt waren wir bestimmt 15), trudelten immer mehr in dem Club ein. Und der Abend wurde immer witziger: Damian war nach einer Stunde erstmal nicht mehr aufzufinden, bis wir etwas tiefer im Club suchten und ihn dann weit vorgebeugt vorfanden :D (nein er war nicht kotzen), der Vadda stellte rechtzeitig auf Bier um, da er sonst zu früh nach Hause müsste, Julius, der erstmal über eine Stunde im Nebenraum schlief, bis einer ihn mit nach Hause nahm und zum krönenden Abschluss, was niemand mehr übertreffen konnte, schlief Lempi auf der Box vor dem DJ Pult! (und der DJ war auch noch irgendein bekannter aus den USA) Das war so lustig und alle im Club haben ein Bild gemacht. Dazu war noch eine Miss Wahl gerade an dem Abend, das die Stimmung noch besser machte und Christian zum Gewinner des Abends, der sich Miss Bonbon`s Nummer noch besorgte, aber am nächsten Morgen nicht mehr wusste, was er ihr geschrieben hat. Alles in allem war der Abend super witzig und es ist super viel passiert, wo doch der Tag schon so spektakulär war....
Bilder bis hier:
http://picasaweb.google.de/snibsnib/Beijing08
Donnerstag, 27. Dezember 2007
Weiter geht es...
Hallo Leute,
auch heute möchte ich mal wieder entschuldigen, dass ich so lange nichts geschrieben habe, obwohl ich schon so weit zurück hänge....aber ich habe eine gute Entschuldigung: Sonja hat mich in Peking besucht.
Also weiter geht es...
Wie schon im vorherigen Post erwähnt, musste ich Mittwoche meine letzte Mid-Term Klausur schreiben und hab vorher sehr viel gefeiert. Also konnte ich Montag und Dienstag überhaupt nichts anderes machen als lernen. Dafür lief die Klausur aber wieder besser als ich vorher gedacht hatte. Eigentlich hab ich den Tag dann ziemlich rumgepimmelt, weil ich endlich mal eine Pause brauchte. Und eigentlich wollte ich auch an diesem Tag nicht ins Propaganda gehen, aber als ich dann unerwarteten Besuch aus Deutschland bekam und von Marcel S. angerufen wurde, konnte ich mich nicht mehr halten und bin Marcel abholen gegangen.....und der Abend verlief mal wieder üblich, außer dass wirklich viele von den Aachenern da waren....wir blieben bis die Bar zu gemacht hat, danach zu Mc`s. Dann hab ich Marcel noch nach Hause gebracht und bin auch endlich ins Bett.
Am nächsten Tag hab ich leider die Uni verschlafen, wie Damian es mir prophezeit hatte. Aber eigentlich konnte ich nur zur Hälfte etwas dafür, denn die andere Hälfte ist mein Handy schuld, dass am vorherigen Abend lieber beim Taxifahrer bleiben wollte....das war richtig böse. Gott sei Dank hab ich beim Mittagessen gemerkt, dass ich die Taxiquittung noch habe. Damian hat dann für mich da angerufen und 3 Stunden später hat der Taxifahrer mir mein Handy wieder vorbei gebracht. WAS EIN GLÜCK! Ich weiss bis heute nicht, warum ich die Quittung dabei hatte, weil normal nimmt man die nicht mit. Dafür dass Damian mit mein Handy wieder besorgt hatte, hab ich ihm erstmal ein Kaffee versprochen und da wir eh noch in den Carreefour wollten, gabs den Kaffee am selben Tag. Nach einger Zeit dann im dem riesigen Markt machten wir uns auf den Weg zurück zur Uni. Ich musste mich stark vom Vorabend ausruhen.....
Weiter ging es am Freitag, an dem ich wieder etwas für die Uni machen musste (Report für Industrial Organization). Abends ging es mit Till, Damian und Magali (aus Frankreich) auf die Einweihungsparty von Fred. Die war mal wieder erste Sahne!! Ich mag Parties auf der nicht mehr als die Hälfte der Leute Deutsche sind und man sein Englisch ein bischen mit Australiern üben kann. Wir waren am Anfang etwas früh da, aber es wurde schnell voll und um 12 wurde uns sogar das Licht vom Hausmeister ausgemacht - aber das einzige Problem war dabei, dass die Musik auch aus ging. Als das Licht nach circa einer Stunde wieder angemacht wurde, war es nach einem lauten Jubeln auch direkt wieder aus. Aber auch nach einer weiteren halben Stunde war es wieder heller und die Musik lief wieder. An dem Abend hat Damian auch seine skandinavian Night eingeläutet und mich und Till einfach alleine zurück gelassen. Aber eigentlich war es auch schon spät...Fazit der Party auf jeden Fall: sehr geil, sollte Fred nochmal machen!
Am Samstag war nach dem Ausschlafen erstmal wieder der Report angesagt. Man könnte sagen, dass mein Leben hier nicht sehr abwechslungsreich ist....naja, doch nicht ;) Später war ich zur Abwechslung auch nochmal im Fitnessstudio. Und am Abend hat Marcel dann wieder angerufen, weil er noch mehr vom chinesischen Nachtleben erfahren wollte (nicht nur die Sehenswürdigkeiten und das Propaganda). Ich hab Marcel also mit nach Sanlitun genommen und Damian und so eine komische aus der Reisegruppe von Marcel, die schon über 30 war. In Sanlitun sind wir erst was rumgeirrt, bis wir in die erste Bar sind. Dort war aber 1. die Musik zu laut, 2. die Musik zu schlecht, 3. die Getränke zu teuer und 4. hat da ein Mann in Frauenkleidern an der Stange getanzt......also ganz schnell da raus. Wir suchten weiter und kamen per Zufall am Club 88 vorbei, der uns mit dem Angebot lockte: "5 Yuan per beer". Also super Idee wieder: "Nur schnell abschiessen und dann weiter". Aus dem schnellen Abschiessen wurden dann knapp 2 Stunden und so langsam merke man den Alkohol. Auch der Barmanager hatte Spass mit uns - besonders mit unserer 30 jährigen Begleitung - und schenkte uns ständig Kurze. Aber wir gingen doch noch weiter an diesem Abend. Auch Damian und ich wollten etwas Neues erleben und so sind wir anstatt ins Vics ins Mix gegangen....leider muss man heute sagen. Also Vics wäre wahrscheinlich richtig geil gewesen, aber Mix war nur voll und laute schlechte Musik (hatten anscheinend nicht so viel Erfolg mit der Musik an dem Abend). Aber wir ließen uns nicht abschrecken und sind noch weitergezogen. Eigentlich wollte wir ins Alfa, das jedoch zu hatte, und so landeten wir wieder im Club 88. Der Manager freute sich natürlich und wir blieben wieder so lange, bis die Lichter aus gingen.
Am nächsten Morgen wurde ich dann durchs Telefon von Damian geweckt, der mich erstmal fragte, wo denn mein Handy sein....und tatsächlich, ich habe das Handy in einer Woche zwei Mal verloren....und diesmal war kein Taxizettel in meinem Portmonei. Aber so viel Blödheit muss auch bestraft werden. Da der Tag wieder so schön war - strahlend blauer Himmel, klare Sicht und nen kleinen Kopf - planten wir wieder einen der Marco Polo Spaziergänge. Diesmal führte er uns durch ein älteres Viertel von Beijing, in dem kleine Kunstausstellungen waren und der für seine Kalligraphie (das sind die Schriftzeichen, die mit einem dicken Pinsel gemalt werden) bekannt ist. Aber eigentlich war die Straße voll mit Händlern, die die Touristen abzocken wollten....leider war der Spaziergang nicht so schön wie der erste, den wir gemacht haben. Aber es war mal wieder lustig, wir haben Spässchen auf Chinesisch mit den Verkäufern gemacht, die immer erstaunt waren, dass wir Chinesisch konnten. Später haben wir die Straße, von der der Reiseführer gesprochen hatte, nicht gefunden, aber das machte nichts. Auch waren wir auf der ersten Pekinger Fußgängerzone, die jedoch wahrscheinlich früher bessere Tage gehabt hat. Anschließend waren wir in Xidan, um bei McDonalds mitgebrachte Spieße zu essen und anschließend eine Runde zu ballern. Super Sonntag sag ich mal :)
Bilder der Woche:
http://picasaweb.google.de/snibsnib/Beijing07
auch heute möchte ich mal wieder entschuldigen, dass ich so lange nichts geschrieben habe, obwohl ich schon so weit zurück hänge....aber ich habe eine gute Entschuldigung: Sonja hat mich in Peking besucht.
Also weiter geht es...
Wie schon im vorherigen Post erwähnt, musste ich Mittwoche meine letzte Mid-Term Klausur schreiben und hab vorher sehr viel gefeiert. Also konnte ich Montag und Dienstag überhaupt nichts anderes machen als lernen. Dafür lief die Klausur aber wieder besser als ich vorher gedacht hatte. Eigentlich hab ich den Tag dann ziemlich rumgepimmelt, weil ich endlich mal eine Pause brauchte. Und eigentlich wollte ich auch an diesem Tag nicht ins Propaganda gehen, aber als ich dann unerwarteten Besuch aus Deutschland bekam und von Marcel S. angerufen wurde, konnte ich mich nicht mehr halten und bin Marcel abholen gegangen.....und der Abend verlief mal wieder üblich, außer dass wirklich viele von den Aachenern da waren....wir blieben bis die Bar zu gemacht hat, danach zu Mc`s. Dann hab ich Marcel noch nach Hause gebracht und bin auch endlich ins Bett.
Am nächsten Tag hab ich leider die Uni verschlafen, wie Damian es mir prophezeit hatte. Aber eigentlich konnte ich nur zur Hälfte etwas dafür, denn die andere Hälfte ist mein Handy schuld, dass am vorherigen Abend lieber beim Taxifahrer bleiben wollte....das war richtig böse. Gott sei Dank hab ich beim Mittagessen gemerkt, dass ich die Taxiquittung noch habe. Damian hat dann für mich da angerufen und 3 Stunden später hat der Taxifahrer mir mein Handy wieder vorbei gebracht. WAS EIN GLÜCK! Ich weiss bis heute nicht, warum ich die Quittung dabei hatte, weil normal nimmt man die nicht mit. Dafür dass Damian mit mein Handy wieder besorgt hatte, hab ich ihm erstmal ein Kaffee versprochen und da wir eh noch in den Carreefour wollten, gabs den Kaffee am selben Tag. Nach einger Zeit dann im dem riesigen Markt machten wir uns auf den Weg zurück zur Uni. Ich musste mich stark vom Vorabend ausruhen.....
Weiter ging es am Freitag, an dem ich wieder etwas für die Uni machen musste (Report für Industrial Organization). Abends ging es mit Till, Damian und Magali (aus Frankreich) auf die Einweihungsparty von Fred. Die war mal wieder erste Sahne!! Ich mag Parties auf der nicht mehr als die Hälfte der Leute Deutsche sind und man sein Englisch ein bischen mit Australiern üben kann. Wir waren am Anfang etwas früh da, aber es wurde schnell voll und um 12 wurde uns sogar das Licht vom Hausmeister ausgemacht - aber das einzige Problem war dabei, dass die Musik auch aus ging. Als das Licht nach circa einer Stunde wieder angemacht wurde, war es nach einem lauten Jubeln auch direkt wieder aus. Aber auch nach einer weiteren halben Stunde war es wieder heller und die Musik lief wieder. An dem Abend hat Damian auch seine skandinavian Night eingeläutet und mich und Till einfach alleine zurück gelassen. Aber eigentlich war es auch schon spät...Fazit der Party auf jeden Fall: sehr geil, sollte Fred nochmal machen!
Am Samstag war nach dem Ausschlafen erstmal wieder der Report angesagt. Man könnte sagen, dass mein Leben hier nicht sehr abwechslungsreich ist....naja, doch nicht ;) Später war ich zur Abwechslung auch nochmal im Fitnessstudio. Und am Abend hat Marcel dann wieder angerufen, weil er noch mehr vom chinesischen Nachtleben erfahren wollte (nicht nur die Sehenswürdigkeiten und das Propaganda). Ich hab Marcel also mit nach Sanlitun genommen und Damian und so eine komische aus der Reisegruppe von Marcel, die schon über 30 war. In Sanlitun sind wir erst was rumgeirrt, bis wir in die erste Bar sind. Dort war aber 1. die Musik zu laut, 2. die Musik zu schlecht, 3. die Getränke zu teuer und 4. hat da ein Mann in Frauenkleidern an der Stange getanzt......also ganz schnell da raus. Wir suchten weiter und kamen per Zufall am Club 88 vorbei, der uns mit dem Angebot lockte: "5 Yuan per beer". Also super Idee wieder: "Nur schnell abschiessen und dann weiter". Aus dem schnellen Abschiessen wurden dann knapp 2 Stunden und so langsam merke man den Alkohol. Auch der Barmanager hatte Spass mit uns - besonders mit unserer 30 jährigen Begleitung - und schenkte uns ständig Kurze. Aber wir gingen doch noch weiter an diesem Abend. Auch Damian und ich wollten etwas Neues erleben und so sind wir anstatt ins Vics ins Mix gegangen....leider muss man heute sagen. Also Vics wäre wahrscheinlich richtig geil gewesen, aber Mix war nur voll und laute schlechte Musik (hatten anscheinend nicht so viel Erfolg mit der Musik an dem Abend). Aber wir ließen uns nicht abschrecken und sind noch weitergezogen. Eigentlich wollte wir ins Alfa, das jedoch zu hatte, und so landeten wir wieder im Club 88. Der Manager freute sich natürlich und wir blieben wieder so lange, bis die Lichter aus gingen.
Am nächsten Morgen wurde ich dann durchs Telefon von Damian geweckt, der mich erstmal fragte, wo denn mein Handy sein....und tatsächlich, ich habe das Handy in einer Woche zwei Mal verloren....und diesmal war kein Taxizettel in meinem Portmonei. Aber so viel Blödheit muss auch bestraft werden. Da der Tag wieder so schön war - strahlend blauer Himmel, klare Sicht und nen kleinen Kopf - planten wir wieder einen der Marco Polo Spaziergänge. Diesmal führte er uns durch ein älteres Viertel von Beijing, in dem kleine Kunstausstellungen waren und der für seine Kalligraphie (das sind die Schriftzeichen, die mit einem dicken Pinsel gemalt werden) bekannt ist. Aber eigentlich war die Straße voll mit Händlern, die die Touristen abzocken wollten....leider war der Spaziergang nicht so schön wie der erste, den wir gemacht haben. Aber es war mal wieder lustig, wir haben Spässchen auf Chinesisch mit den Verkäufern gemacht, die immer erstaunt waren, dass wir Chinesisch konnten. Später haben wir die Straße, von der der Reiseführer gesprochen hatte, nicht gefunden, aber das machte nichts. Auch waren wir auf der ersten Pekinger Fußgängerzone, die jedoch wahrscheinlich früher bessere Tage gehabt hat. Anschließend waren wir in Xidan, um bei McDonalds mitgebrachte Spieße zu essen und anschließend eine Runde zu ballern. Super Sonntag sag ich mal :)
Bilder der Woche:
http://picasaweb.google.de/snibsnib/Beijing07
Mittwoch, 28. November 2007
Mid-term Party(s)
Obwohl die Woche so viel zu tun war, wurde sie doch zu einem Highlight meines China Aufenthalt.
Montags war es noch richtig ruhig. Nachdem ich morgens meine Hausaufgaben in "Corporate Finance" vorgetragen habe, musste ich mittags schon wieder die neue Präsentation für Dienstag vorbereiten. Beides verlief ganz gut: die Hausaufgaben waren fast komplett richtig und meine Präsentation war in meinem Part doch ganz gut gelaufen, auch wenn unsere Gruppe allgemein zu lang gebraucht hat. Jedoch ging auch am Dienstag nicht so viel, da am Donnerstag schon wieder eine Präsentation anstand.
Mittwoch Mittag stand ein Warcraft Event an der Tsinghua Universität an, was aber totaler Schrott war, weil immer nur 15 Minuten gespielt wurde und danach kam wieder 20-30 Minuten Werbung. Und obwohl am Donnerstag die Final Präsentation anstand, konnte ich, als es dann abends hieß "Propaganda", nicht wiederstehen. Und wir waren gar nicht zu spät da. Als wir ankamen, konnten wir uns sogar unten in der Separee setzen und ganz gemütlich den Abend einleiten. An diesem Abend waren sogar richtig viele der Deutschen da. Till, Julius und Niels sind zwar schon richtig früh gefahren, weil sie am nächsten Tag einen chinesisch Test hatten, aber Damian, Fred und ich hielten es wieder länger aus. Auch waren unsere italienischen Freunde wieder da, die ständig nach Till fragen ;) Der Abend endete dann mal wieder im McD, wo Damian und ich auch wieder auf Fred gestoßen sind, den wir zuvor "verloren" hatten.
Am nächsten Tag traf ich Damian dann in der Vorlesung. Der zeigte mir dann erstmal, dass er eine riesige Wunde am Rücken hatte und mein Rücken tat auch weh. Circa 2 Wochen später (dahin kommen wir noch, aber nicht heute) hat Fred uns erzählt, dass wir beide vom Stuhl gefallen sind, als wir die ganze Zeit Blödsinn gemacht haben....erklärt ja alles. Da wir jeder nur ungefähr 3-5 Minuten reden mussten und die letzte Gruppe waren, war die Präsentation nicht so schlecht, wie es am Anfang der Stunde ausgesehen hatte. Außerdem ist das Englisch der Chinesen schlechter, als wenn wir noch am Ansnüchtern sind. Der Donnerstag wurde als schön zum Chilligen gemacht und am Abend stand eine Einladung vom Vinni an. Zuerst essen und später einen Film gucken. Das Essen war zwar spartanisch, aber lecker und der Film war ein Dokumentarfilm auf Englisch über ein schrecklich langweiliges Thema....gute Nacht Florian...am Ende bin ich schön wieder aufgewacht. Dann wollten die Anderen (Vinnis Freunde sind alle ein bischen Alternativ und sowas wie Lehrer) noch über den Film diskutieren, was aber nicht so erfolgreich war. Danach schön nach Hause gefahren, um diesen gemütlichen Abend nicht zu überstrapazieren.
Freitag hatte ich wie immer Frei. Die Zeit wurde genutzt, um etwas für die nächste Mit-Term Klausur zu lernen, die am folgenden Mittwoch datiert war. Dafür war eine richtig geile Party am Abend geplant. Unser argentinischer Freund Santi hat mit seinen Kumpels einen Club gemietet und hat dort eine Party veranstaltet. Eintritt war umsonst und Bier nur 10 Yuan....die Stimmung auf dem Höhepunkt. Auf der Party waren fast keine Chinesen, nur Western Style People und jeder hat so seinen Spass gehabt. Später wurde die Party leider etwas zu überlaufen von den ganzen Deutschen, die hier sind. Ich weiss ja nicht, woher die das wussten, aber es wurden immer mehr, bis später fast 20 Deutsche da waren.
Am Samstag war eigentlich ein Ausflug zur großen Mauer geplant, für den wir früh aufstehen mussten, aber es wurde erstmal ausgeschlafen und anschließend bei QingQing Pizza gefrühstückt. Dann ging es zu dritt zuerst mit der Bahn und dann mit einem TuckTuck in den großen Beijinger Zoo. Da wir alle noch fertig vom vorherigen Abend waren, wussten wir einiges an Blödsinn zu erzählen. Niel beginnt jetzt übrigends seine Arbeit über Propagandatauglichkeit diverser Tiere. Stark im Rennen der Braunbär, der auch zwei Gläser gleichzeigig bekommt, der Pinguin, der uns die Gläser servieren kann und die Championsleague-Schildkröte. (Sorry für die Insider, aber da haben wir echt gelacht.) Der Zoo war richtig groß, wir sind nicht überall gewesen, den ganz neugemachten Aquabereich haben wir nicht gesehen und auch nicht die legendären Pandabären, und haben trotzdem über 5 Stunden im Zoo verbracht. Am lustigsten waren dann neben unseren eigenen Witzen die Affen, die haben auch richtig Action gemacht. Bei den anderen Tieren sah das eher ziemlich gequält aus, besonders der Bär, der ein reines Betongehege hatte; ein Kommentar vom Niels: "Die gute Nachrichte, du bekommst einen Baum ins Gehege. Die Schlechte, wir machen eine Betonsäule drum." Der Zoo ist also verschieden zu sehen. Zum Einen konnte man viel sehen, aber zum Anderen hat einen das schon ein bischen traurig gemacht, wenn man sieht wie die Tiere leben müssen.
Unsere Abendplanung stand auch schon was länger auf dem Programm: Assi-Party bei irgendwelchen Franzosen, die der Ralle (Rapfael) kannte. Zu dumm nur, dass wir so viel Zeit damit verbracht haben unsere Kleidung rauszusuchen. Das war gar nicht so leicht und als wir dann endlich ankamen, nachdem wir 4-5 Mal bei Ralle den Weg erfragt hatten, sagten uns die Leute auf der Party, dass sie jetzt weitergehen auf eine andere Party. Da waren wir ziemlich enttäuscht, weil wir extra genug zu trinken mitgebracht hatten. Wir sind also mit 5 Leuten in einem Taxi weiter und leerten dabei unser erstes Päckchen. Die Party auf die wir geschleppt wurden, war mehr so eine Monokelparty. Alle Leute ziemlich fein und die Meisten tranken Wein - wir also in unserer Assikleidung im richtigen Laden gelandet. Wie sich später rausstellte, waren wir auf einer französischen Karaoke Party....richtig schlecht. Wir machten unsere selbst mitgebrachten Getränke auf und übertrumpften die Langeweile. Als die Franzosen dann weiter wollten, aber die Disko uns überhaupt nicht zusagte, fuhren wir aus Frust ins Propaganda. Wir also mit der häßlichen Verkleidung in die Disko, in der wir fast jeden Mittwoch sind. Gott sei Dank waren da nicht so viele Leute, die Mittwochs da sind und die Party war eigentlich noch super gut, auch wenn wir vorher noch stark diskutiert hatten, ob wir wirklich rein wollen.
Am Sonntag war dann wirklich lernen angesagt, als ich wieder viel zu lang geschlafen habe....aber abends war - als ob die letzten Tage nicht genug gefeiert wurde - Karneval geplant. Eine große Karnevalsparty wurde von einer deutschen Kneipe organisiert und eigige Leute wussten darüber bescheid. Auch die Aachener waren bei diesem Event massig vertreten (auch hier schätz ich auf 20-25 Leute). So macht man den Karnevalsauftakt in Beijing genau so wie den Karnevalsauftakt in Köln. In der Kneipe hat man kaum gemerkt, dass man in einem anderen Land war. Und obwohl die Party eigentlich um 12 Uhr zu Ende sein sollte, waren wir noch um halb 2 da....Gott sei Dank war Montag zum ersten Mal frei.
Fotos: http://picasaweb.google.de/snibsnib/Beijing06
Montags war es noch richtig ruhig. Nachdem ich morgens meine Hausaufgaben in "Corporate Finance" vorgetragen habe, musste ich mittags schon wieder die neue Präsentation für Dienstag vorbereiten. Beides verlief ganz gut: die Hausaufgaben waren fast komplett richtig und meine Präsentation war in meinem Part doch ganz gut gelaufen, auch wenn unsere Gruppe allgemein zu lang gebraucht hat. Jedoch ging auch am Dienstag nicht so viel, da am Donnerstag schon wieder eine Präsentation anstand.
Mittwoch Mittag stand ein Warcraft Event an der Tsinghua Universität an, was aber totaler Schrott war, weil immer nur 15 Minuten gespielt wurde und danach kam wieder 20-30 Minuten Werbung. Und obwohl am Donnerstag die Final Präsentation anstand, konnte ich, als es dann abends hieß "Propaganda", nicht wiederstehen. Und wir waren gar nicht zu spät da. Als wir ankamen, konnten wir uns sogar unten in der Separee setzen und ganz gemütlich den Abend einleiten. An diesem Abend waren sogar richtig viele der Deutschen da. Till, Julius und Niels sind zwar schon richtig früh gefahren, weil sie am nächsten Tag einen chinesisch Test hatten, aber Damian, Fred und ich hielten es wieder länger aus. Auch waren unsere italienischen Freunde wieder da, die ständig nach Till fragen ;) Der Abend endete dann mal wieder im McD, wo Damian und ich auch wieder auf Fred gestoßen sind, den wir zuvor "verloren" hatten.
Am nächsten Tag traf ich Damian dann in der Vorlesung. Der zeigte mir dann erstmal, dass er eine riesige Wunde am Rücken hatte und mein Rücken tat auch weh. Circa 2 Wochen später (dahin kommen wir noch, aber nicht heute) hat Fred uns erzählt, dass wir beide vom Stuhl gefallen sind, als wir die ganze Zeit Blödsinn gemacht haben....erklärt ja alles. Da wir jeder nur ungefähr 3-5 Minuten reden mussten und die letzte Gruppe waren, war die Präsentation nicht so schlecht, wie es am Anfang der Stunde ausgesehen hatte. Außerdem ist das Englisch der Chinesen schlechter, als wenn wir noch am Ansnüchtern sind. Der Donnerstag wurde als schön zum Chilligen gemacht und am Abend stand eine Einladung vom Vinni an. Zuerst essen und später einen Film gucken. Das Essen war zwar spartanisch, aber lecker und der Film war ein Dokumentarfilm auf Englisch über ein schrecklich langweiliges Thema....gute Nacht Florian...am Ende bin ich schön wieder aufgewacht. Dann wollten die Anderen (Vinnis Freunde sind alle ein bischen Alternativ und sowas wie Lehrer) noch über den Film diskutieren, was aber nicht so erfolgreich war. Danach schön nach Hause gefahren, um diesen gemütlichen Abend nicht zu überstrapazieren.
Freitag hatte ich wie immer Frei. Die Zeit wurde genutzt, um etwas für die nächste Mit-Term Klausur zu lernen, die am folgenden Mittwoch datiert war. Dafür war eine richtig geile Party am Abend geplant. Unser argentinischer Freund Santi hat mit seinen Kumpels einen Club gemietet und hat dort eine Party veranstaltet. Eintritt war umsonst und Bier nur 10 Yuan....die Stimmung auf dem Höhepunkt. Auf der Party waren fast keine Chinesen, nur Western Style People und jeder hat so seinen Spass gehabt. Später wurde die Party leider etwas zu überlaufen von den ganzen Deutschen, die hier sind. Ich weiss ja nicht, woher die das wussten, aber es wurden immer mehr, bis später fast 20 Deutsche da waren.
Am Samstag war eigentlich ein Ausflug zur großen Mauer geplant, für den wir früh aufstehen mussten, aber es wurde erstmal ausgeschlafen und anschließend bei QingQing Pizza gefrühstückt. Dann ging es zu dritt zuerst mit der Bahn und dann mit einem TuckTuck in den großen Beijinger Zoo. Da wir alle noch fertig vom vorherigen Abend waren, wussten wir einiges an Blödsinn zu erzählen. Niel beginnt jetzt übrigends seine Arbeit über Propagandatauglichkeit diverser Tiere. Stark im Rennen der Braunbär, der auch zwei Gläser gleichzeigig bekommt, der Pinguin, der uns die Gläser servieren kann und die Championsleague-Schildkröte. (Sorry für die Insider, aber da haben wir echt gelacht.) Der Zoo war richtig groß, wir sind nicht überall gewesen, den ganz neugemachten Aquabereich haben wir nicht gesehen und auch nicht die legendären Pandabären, und haben trotzdem über 5 Stunden im Zoo verbracht. Am lustigsten waren dann neben unseren eigenen Witzen die Affen, die haben auch richtig Action gemacht. Bei den anderen Tieren sah das eher ziemlich gequält aus, besonders der Bär, der ein reines Betongehege hatte; ein Kommentar vom Niels: "Die gute Nachrichte, du bekommst einen Baum ins Gehege. Die Schlechte, wir machen eine Betonsäule drum." Der Zoo ist also verschieden zu sehen. Zum Einen konnte man viel sehen, aber zum Anderen hat einen das schon ein bischen traurig gemacht, wenn man sieht wie die Tiere leben müssen.
Unsere Abendplanung stand auch schon was länger auf dem Programm: Assi-Party bei irgendwelchen Franzosen, die der Ralle (Rapfael) kannte. Zu dumm nur, dass wir so viel Zeit damit verbracht haben unsere Kleidung rauszusuchen. Das war gar nicht so leicht und als wir dann endlich ankamen, nachdem wir 4-5 Mal bei Ralle den Weg erfragt hatten, sagten uns die Leute auf der Party, dass sie jetzt weitergehen auf eine andere Party. Da waren wir ziemlich enttäuscht, weil wir extra genug zu trinken mitgebracht hatten. Wir sind also mit 5 Leuten in einem Taxi weiter und leerten dabei unser erstes Päckchen. Die Party auf die wir geschleppt wurden, war mehr so eine Monokelparty. Alle Leute ziemlich fein und die Meisten tranken Wein - wir also in unserer Assikleidung im richtigen Laden gelandet. Wie sich später rausstellte, waren wir auf einer französischen Karaoke Party....richtig schlecht. Wir machten unsere selbst mitgebrachten Getränke auf und übertrumpften die Langeweile. Als die Franzosen dann weiter wollten, aber die Disko uns überhaupt nicht zusagte, fuhren wir aus Frust ins Propaganda. Wir also mit der häßlichen Verkleidung in die Disko, in der wir fast jeden Mittwoch sind. Gott sei Dank waren da nicht so viele Leute, die Mittwochs da sind und die Party war eigentlich noch super gut, auch wenn wir vorher noch stark diskutiert hatten, ob wir wirklich rein wollen.
Am Sonntag war dann wirklich lernen angesagt, als ich wieder viel zu lang geschlafen habe....aber abends war - als ob die letzten Tage nicht genug gefeiert wurde - Karneval geplant. Eine große Karnevalsparty wurde von einer deutschen Kneipe organisiert und eigige Leute wussten darüber bescheid. Auch die Aachener waren bei diesem Event massig vertreten (auch hier schätz ich auf 20-25 Leute). So macht man den Karnevalsauftakt in Beijing genau so wie den Karnevalsauftakt in Köln. In der Kneipe hat man kaum gemerkt, dass man in einem anderen Land war. Und obwohl die Party eigentlich um 12 Uhr zu Ende sein sollte, waren wir noch um halb 2 da....Gott sei Dank war Montag zum ersten Mal frei.
Fotos: http://picasaweb.google.de/snibsnib/Beijing06
Studieren und Kultur
In dieser Woche hatte ich einiges zu tun. In der nächsten Woche standen Hausaufgaben, zwei Präsentationen an und für eine Präsentation musste mein Abschlussreport auch fertig sein.
Also wurde jeden Tag stark viel gelernt und ich hatte kaum was zu machen, ausser am Abend, da dann ja auch die Luft raus ist.
Am Montagabend wollten wir in einen Jazzclub gehen, aber leider sind wir für die Aufführung mal wieder zu spät gekommen. Wir dachten halt, wenn da 21h steht, geht da nichts vor 10 und wir sind um viertel vor 11 da angekommen, weil der Taxifahrer sich verfahren hatte. Leider war keine Band mehr da nur noch Vinni (aus Hong Kong), der uns über die Party informiert hatte. Nach 2 Bier und ein Cheeseburger ging es dann auch schon wieder zurück zum Wohnheim.
Dienstag und Donnerstag ging außer Fitnessstudio neben dem Lernen nichts und auch am Mittwoch war ich nicht im Propaganda, sondern bin nach dem Chinesischunterricht direkt nach Hause. Am Freitag hat man sich dann in aller Ruhe einen Film gegönnt - Die Bourne Identität.
Gott sei Dank war dann aber am Samstag mal wieder etwas angesagt. Auch wenn wir am nächsten Tag unser Fussballspiel hatten (diemal hat es uns nicht gestört, da wir noch im Kopf hatten, wie das letztes Mal war), sind Damian und ich auf die Praktikantenparty von den Mädels von BWM gegangen. Wir waren ein bischen die Quotenstudenten da, weil sonst jeder ein Praktikum gemacht hat. Die Party verlief etwas schleppend und war mehr sitzen angesagt. Später kamen dann noch Peter und Chris (endlich nicht mehr die einzigen Studenten), aber dann sind wir auch relativ schnell danach ins Alfa gegangen. Da war es schon lustiger, auf jeden Fall besser als vorher und auch besser als das letzte Mal im Alfa, und wir sind bis halb 4 noch da geblieben. Dann hatten Damian einen sehr sinnlosen, halbstündigen Streit über eine "Kleinigkeit", weil Damian, ich zitiere, mir "ins Gesicht gepatscht" hat und ich ihm gegen das anrollende Taxi gedrückt hab. Zur Versöhnung haben wir uns dann umarmt und sind bei Mc`s ein BigMc Maxi Menu essen gegangen.
Das Fussballspiel am folgenden Tag hätte ich dann fast verschlafen, da es schon um 8 Uhr angepfiffen wurde. Ich war dann 10 Minuten vor Anstoß da, als Damian zum fünften Mal angerufen hatte. Ich war sogar diesmal in der Startaufstellung, rechter Verteidiger! In der Pause wurde ich dann nur ausgewechselt, weil ich so ehrlich war und gesagt hab, dass ich noch nie Mittelfeld gespielt hab. Völliger Blödsinn....naja, haben dann 0:0 Unentschieden gespielt. Nach einem kleinen nachmorgendlichen Schlaf ging es dann erstmal in die QingQing Pizzaria. Leider konnten wir den Tag nicht rumpimmeln, wie wir es gerne getan hätten, sondern mussten ja für die Woche einiges vorbereiten. Also wieder an die Hausaufgaben....
Also wurde jeden Tag stark viel gelernt und ich hatte kaum was zu machen, ausser am Abend, da dann ja auch die Luft raus ist.
Am Montagabend wollten wir in einen Jazzclub gehen, aber leider sind wir für die Aufführung mal wieder zu spät gekommen. Wir dachten halt, wenn da 21h steht, geht da nichts vor 10 und wir sind um viertel vor 11 da angekommen, weil der Taxifahrer sich verfahren hatte. Leider war keine Band mehr da nur noch Vinni (aus Hong Kong), der uns über die Party informiert hatte. Nach 2 Bier und ein Cheeseburger ging es dann auch schon wieder zurück zum Wohnheim.
Dienstag und Donnerstag ging außer Fitnessstudio neben dem Lernen nichts und auch am Mittwoch war ich nicht im Propaganda, sondern bin nach dem Chinesischunterricht direkt nach Hause. Am Freitag hat man sich dann in aller Ruhe einen Film gegönnt - Die Bourne Identität.
Gott sei Dank war dann aber am Samstag mal wieder etwas angesagt. Auch wenn wir am nächsten Tag unser Fussballspiel hatten (diemal hat es uns nicht gestört, da wir noch im Kopf hatten, wie das letztes Mal war), sind Damian und ich auf die Praktikantenparty von den Mädels von BWM gegangen. Wir waren ein bischen die Quotenstudenten da, weil sonst jeder ein Praktikum gemacht hat. Die Party verlief etwas schleppend und war mehr sitzen angesagt. Später kamen dann noch Peter und Chris (endlich nicht mehr die einzigen Studenten), aber dann sind wir auch relativ schnell danach ins Alfa gegangen. Da war es schon lustiger, auf jeden Fall besser als vorher und auch besser als das letzte Mal im Alfa, und wir sind bis halb 4 noch da geblieben. Dann hatten Damian einen sehr sinnlosen, halbstündigen Streit über eine "Kleinigkeit", weil Damian, ich zitiere, mir "ins Gesicht gepatscht" hat und ich ihm gegen das anrollende Taxi gedrückt hab. Zur Versöhnung haben wir uns dann umarmt und sind bei Mc`s ein BigMc Maxi Menu essen gegangen.
Das Fussballspiel am folgenden Tag hätte ich dann fast verschlafen, da es schon um 8 Uhr angepfiffen wurde. Ich war dann 10 Minuten vor Anstoß da, als Damian zum fünften Mal angerufen hatte. Ich war sogar diesmal in der Startaufstellung, rechter Verteidiger! In der Pause wurde ich dann nur ausgewechselt, weil ich so ehrlich war und gesagt hab, dass ich noch nie Mittelfeld gespielt hab. Völliger Blödsinn....naja, haben dann 0:0 Unentschieden gespielt. Nach einem kleinen nachmorgendlichen Schlaf ging es dann erstmal in die QingQing Pizzaria. Leider konnten wir den Tag nicht rumpimmeln, wie wir es gerne getan hätten, sondern mussten ja für die Woche einiges vorbereiten. Also wieder an die Hausaufgaben....
Dienstag, 20. November 2007
amerikanisch, russisches Halloween
Am Montag kam dann die gefürchtete Klausur. Damian und ich haben am Abend vorher noch schön letzte Fragen ausgetauscht, bis wir uns dann am Montag in der Klassen schön nebeneinander gesetzt haben. Die Klausur war open-book (also man durfte alles mitnehmen) und Damian und ich haben uns vorher schön einen Zettel mit deutschen Stichworten wie "sicher", "unsicher", "hab ich nicht" gemacht. Wir haben dann immer schön die Zahlen der Aufgaben geschrieben, bis wir irgendwann nur noch geredet haben. Aber die Lehrerin hat auch die ganze Zeit Solitär gespielt (so sah das zumindest aus). Sehr nett waren immer die Sätze "Woher weisst du das?" "Hab ich gerad im Buch gelesen." Am Schluss wussten wir dann beide eine Frage nicht und auch nach dreimaligen Nachrechnen aller Zahlenkombinationen kamen wir keine Lösung raus (war alles Multiple Choise). Dann bin ich nach vorne zur Lehrerin und die hat mir dann erstmal erklärt wie man das rechnet und 5 Minuten später ist die sogar gekommen und hat uns gesagt, welche Antwort richtig ist. So eine geile Klausur hätten wir uns nicht gedacht und da wir die letzten Mittage alle immer drinne verbracht haben, um das Buch zu lesen, sind wir an dem Tag nochmal in die City gefahren. Damian hat von seiner Chinesisch-Lehrerin einen Shopping Tip bekommen, den wir nachgehen wollten. Der Tag war sehr witzig, wir hatten Bombenwetter und super Laune, da konnte ja nichts mehr schief gehen. Eigentlich hat Damian sogar zwei Tips bekommen, also sind wir nach dem einen, was nicht soooo der Hammer war, noch zum Anderen. Da war es aber viel zu groß, als dass wir da noch ganz durchkamen. Das war echt wieder so 3-4 Straßen und alles voll mit Chinesen. Der zweite Tip hieß also Xidan, wo wir auch in einer Mall eine Spielhalle gesehen haben, wo wir auch am Ende noch schön eine halbe Stunde unser Geld verprasst haben. Danach sind wir in ein Sushi Restaurant....mein erstes Mal Sushi....bleibt auch das letzte ;) Naja, ich fand das wirklich nicht so geil, aber dem Damian hat es geschmeckt. Abends haben wir uns dann auf den schönen Abend noch "Herr Lehmann" gegönnt.
Dienstag war dann wieder etwas ruhiger. Nach der Uni wurde erstmal was gechillt und später ein paar Dinge erledigt, die man vorher wegen der Klausur hinten dran gestellt hat. Aber abends war es wieder richtig gut; da hat der Zhang Fan (Chinesischer Kumpel vom Niels) uns wieder zu einem Geheimtip gebracht. Aus dem Westtor raus nach links und in die kleine Straße rein zum Chicken Wings Laden. Echt geil, es war zwar schon was kälter, aber wir haben uns für das Ambiente trotzdem oben hingesetzt und uns alle schön sattgegessen.
Mittwoch war dann wieder etwas typischer: erst morgens schön Uni und Aufgaben machen (oder dies und das) und abends ab ins Propaganda. Diesmal war auch wieder Till, Damian und auch Fred dabei. Ich wollte an dem Abend einen Ruhigen machen, da die Woche davor mich zu fertig gemacht hatte und das hat auch super geklappt. Dafür war der Damian sooo kübelvoll und der Till hat den ganzen abend andere Mädels gehabt. Ich hab mich schön an die Theke gesetzt um viertel vor 3 und hab mir das Champions League Spiel angeguckt. Leider war die Ruhe schon nach 10 Minuten weg....da war so eine Chinesin, die alles über Fussball wusste. Die konnte jeden Spieler der deutschen Mannschaften aufzählen (mit Auswechselspieler). Naja, so schlimm fand ich das auch nicht, ich hab schön auf den Fernseher geguckt und mir deren Gelaber reingezogen, bis dann auf einmal das Mädchen neben der einfach vom Stuhl gefallen ist. Ich konnte nicht mehr, ich hab mich so kaputt gelacht (mit allem Feingefühl, was man dann haben kann ;) ) . Dann meinte ich auch noch so, ob sie ihrer Freundin nicht helfen will, da mein die eiskalt zu mir: "Das ist nicht meine Freundin." Da war mir das doch zu blöd und ich hab dem armen Mädchen erstmal aufgehofen und ein Wasser bestellt. Kurz danach kamen aber auch die Türsteher, die sie rausgebracht haben und ich konnte wieder in Ruhe weitergucken. Nur wenige Minuten später kamen aber Damian und Till nach oben...Damian:"Ey die wollen mich alle verprügeln unten. Ich hab gerad den Türsteher die Treppe runtergeschubst". IST KLAR !! Ich also ungläubig die Treppe runter und der Damian seinen Kragen ganz weit nach oben. Unten war natürlich nichts, außer dass der Damian ultra voll war. Man war das geil und zur Krönung hat Damian auch noch seine gerad neu gekaufte Kette böswillig zerstört und wollte sein Fahrrad ins Gebüsch schmeißen.
Donnerstag morgen war dann diesmal nicht ich, der verschlafen hat, sondern Damian. Der kam dann aber auch glatt gar nicht mehr, sondern hat sich erst beim Essen angeschlossen. Viel ging aber auch nicht an dem Tag, der Till lag auch die ganze Zeit in Essig. Niels kam dann abends mit dem Einfall im Mao Live House eine Rockband zu gucken....GUTE IDEE :/ Naja, aber solidarisch wie ich bin, hab ich mich angeschlossen...war aber ne schlechte Idee... Aber Gott sei Dank hab ich ja Freitags frei, dass ich da auch mal in Ruhe ausschlafen kann.
Aber da ging mal wirklich gar nichts an diesem Freitag. Nicht mittags und nicht abends...ich weiss gar nicht mehr was ich da so gemacht hab, aber was besonderes war es nicht. Damian und ich sollten am nächten Tag ein Fussballspiel haben und sind deswegen auch nicht weggegangen....
GANZ schlechte Idee, denn ich hab mal wieder 0 Minuten gespielt. Dafür war aber der Samstag wieder im Arsch, um was Vernünftiges zu machen. Also wieder schön die Aufgaben von der Uni gemacht (ja man ist hier sehr beschäftigt mit allem Möglichen) und abends haben wir uns doch dazu entschieden auf die Halloween Party zu gehen, wo es keine Tickets mehr für gab (es ist übrigends der 27.10.). Also irgendein Schwachsinn gekauft und dann mit dem Taxi dorthin. Wir haben Taxi-Sharing gemacht, also draußen Leute gesehen, die auch Halloweenmäßig aussahen und einfach gefragt, ob wir mitkönnen. Alles super, da haben wir schön was Geld gespart und nette Leute kennen gelernt (Zhege), auch wenn ich den bis heut nicht nochmal gesehen hab. Dafür war auf der Halloween Party nichts mehr zu machen...alles ausverkauft und da ging nichts mehr. Auch wenn die Party gut aussah, mussten wir dann schnell weiter, weil die anderen ins Vix wollten, es total geregnet hat und wir lieber noch mit denen gingen als zu Zweit. Im Vix war es dann erst nach dem dritten Wodka Redbull gut, natürlich nur weil es da gerad leerer wurde. Am späteren Abend kamen dann auch so zwei Russinnen an, die uns dauernd angetanz haben, aber nachdem wir dann zwei weitere Runden geholt haben, die aber nichts bekommen hatten, waren die genauso schnell weg wie sie da waren. Nach dem Vics ging es dann noch zum naheliegenden Mc`s, bevor wir das Taxi nach Hause nahmen.
Sonntag war also unser amerikanischer Tag. Nicht nur, dass wir Nachts um 5 bei Mc`s ein große BigMc Menu gegessen haben, nein, wir sind am nächsten Morgen um halb 1 zu QingQing Pizza, um eine große Country-Pizza zu frühstücken. Da Damian und ich das Wetter viel zu geil fanden (strahlend blauer Himmel), um wieder nur in der Uni zu hocken, haben wir uns kurzerhand den Marco Polo Reiseführer geschnappt und einen richtig geilen Spaziergang gefunden. Also ab mit dem Taxi zum Startpunkt. Dort gab es dann erstmal einen Starbucks Kaffee für Damian. Wir waren beide noch etwas angeschlagen vom Vorabend und sehr lustig drauf und haben dann auch sämtlichen Blödsinn geredet und gemacht. Da standen so Chinesen auf der Brücke, die "Free Hugs" verteilt haben. Wir also Kamera an und alle umarmt, die haben sich gefreut und wir hatten unseren Spass. Bei dem Spaziergang ging es zuerst um den Hu Hai (ein kleiner beschaulicher See), dann zum Drumtower, am Belltower vorbei (da sind wir auch noch rein, war aber eher nicht so spektakulär), bis wir dann an einer ruhigen Wohngegend (man hörte nichts vom Verkehr, aber nur zwei Straßen weiter war wieder eine dicke Hauptstrasse) an den anderen nördlichen Seen (die heissen nur so, obwohl sie mitten in der Stadt sind) vorbeigeschlendert sind. Natürlich hab ich auch das ein oder andere Foto gemacht, vor allem an den Stellen, die der Reiseführer so betont hat - herrlicher Tag. Zurück ging es mit der u-Bahn, der Spaziergang endete glücklicherweise direkt an der Station und wir sind da ja nicht neu drin. Zurück in Wu Dao Kou sind wir zu einem Burger Restaurant (nein diesmal war es nicht Mc`s), wo die richtig dicke Burger gemacht haben. Wie könnten wir unseren amerikanischen Tag auch anders ausklingen lassen als mit einem Burger. Abends war ich noch mit meinem Buddy verabredet und ich habe ein bischen Deutsch gelehrt :)
http://picasaweb.google.de/snibsnib/Beijing05
Dienstag war dann wieder etwas ruhiger. Nach der Uni wurde erstmal was gechillt und später ein paar Dinge erledigt, die man vorher wegen der Klausur hinten dran gestellt hat. Aber abends war es wieder richtig gut; da hat der Zhang Fan (Chinesischer Kumpel vom Niels) uns wieder zu einem Geheimtip gebracht. Aus dem Westtor raus nach links und in die kleine Straße rein zum Chicken Wings Laden. Echt geil, es war zwar schon was kälter, aber wir haben uns für das Ambiente trotzdem oben hingesetzt und uns alle schön sattgegessen.
Mittwoch war dann wieder etwas typischer: erst morgens schön Uni und Aufgaben machen (oder dies und das) und abends ab ins Propaganda. Diesmal war auch wieder Till, Damian und auch Fred dabei. Ich wollte an dem Abend einen Ruhigen machen, da die Woche davor mich zu fertig gemacht hatte und das hat auch super geklappt. Dafür war der Damian sooo kübelvoll und der Till hat den ganzen abend andere Mädels gehabt. Ich hab mich schön an die Theke gesetzt um viertel vor 3 und hab mir das Champions League Spiel angeguckt. Leider war die Ruhe schon nach 10 Minuten weg....da war so eine Chinesin, die alles über Fussball wusste. Die konnte jeden Spieler der deutschen Mannschaften aufzählen (mit Auswechselspieler). Naja, so schlimm fand ich das auch nicht, ich hab schön auf den Fernseher geguckt und mir deren Gelaber reingezogen, bis dann auf einmal das Mädchen neben der einfach vom Stuhl gefallen ist. Ich konnte nicht mehr, ich hab mich so kaputt gelacht (mit allem Feingefühl, was man dann haben kann ;) ) . Dann meinte ich auch noch so, ob sie ihrer Freundin nicht helfen will, da mein die eiskalt zu mir: "Das ist nicht meine Freundin." Da war mir das doch zu blöd und ich hab dem armen Mädchen erstmal aufgehofen und ein Wasser bestellt. Kurz danach kamen aber auch die Türsteher, die sie rausgebracht haben und ich konnte wieder in Ruhe weitergucken. Nur wenige Minuten später kamen aber Damian und Till nach oben...Damian:"Ey die wollen mich alle verprügeln unten. Ich hab gerad den Türsteher die Treppe runtergeschubst". IST KLAR !! Ich also ungläubig die Treppe runter und der Damian seinen Kragen ganz weit nach oben. Unten war natürlich nichts, außer dass der Damian ultra voll war. Man war das geil und zur Krönung hat Damian auch noch seine gerad neu gekaufte Kette böswillig zerstört und wollte sein Fahrrad ins Gebüsch schmeißen.
Donnerstag morgen war dann diesmal nicht ich, der verschlafen hat, sondern Damian. Der kam dann aber auch glatt gar nicht mehr, sondern hat sich erst beim Essen angeschlossen. Viel ging aber auch nicht an dem Tag, der Till lag auch die ganze Zeit in Essig. Niels kam dann abends mit dem Einfall im Mao Live House eine Rockband zu gucken....GUTE IDEE :/ Naja, aber solidarisch wie ich bin, hab ich mich angeschlossen...war aber ne schlechte Idee... Aber Gott sei Dank hab ich ja Freitags frei, dass ich da auch mal in Ruhe ausschlafen kann.
Aber da ging mal wirklich gar nichts an diesem Freitag. Nicht mittags und nicht abends...ich weiss gar nicht mehr was ich da so gemacht hab, aber was besonderes war es nicht. Damian und ich sollten am nächten Tag ein Fussballspiel haben und sind deswegen auch nicht weggegangen....
GANZ schlechte Idee, denn ich hab mal wieder 0 Minuten gespielt. Dafür war aber der Samstag wieder im Arsch, um was Vernünftiges zu machen. Also wieder schön die Aufgaben von der Uni gemacht (ja man ist hier sehr beschäftigt mit allem Möglichen) und abends haben wir uns doch dazu entschieden auf die Halloween Party zu gehen, wo es keine Tickets mehr für gab (es ist übrigends der 27.10.). Also irgendein Schwachsinn gekauft und dann mit dem Taxi dorthin. Wir haben Taxi-Sharing gemacht, also draußen Leute gesehen, die auch Halloweenmäßig aussahen und einfach gefragt, ob wir mitkönnen. Alles super, da haben wir schön was Geld gespart und nette Leute kennen gelernt (Zhege), auch wenn ich den bis heut nicht nochmal gesehen hab. Dafür war auf der Halloween Party nichts mehr zu machen...alles ausverkauft und da ging nichts mehr. Auch wenn die Party gut aussah, mussten wir dann schnell weiter, weil die anderen ins Vix wollten, es total geregnet hat und wir lieber noch mit denen gingen als zu Zweit. Im Vix war es dann erst nach dem dritten Wodka Redbull gut, natürlich nur weil es da gerad leerer wurde. Am späteren Abend kamen dann auch so zwei Russinnen an, die uns dauernd angetanz haben, aber nachdem wir dann zwei weitere Runden geholt haben, die aber nichts bekommen hatten, waren die genauso schnell weg wie sie da waren. Nach dem Vics ging es dann noch zum naheliegenden Mc`s, bevor wir das Taxi nach Hause nahmen.
Sonntag war also unser amerikanischer Tag. Nicht nur, dass wir Nachts um 5 bei Mc`s ein große BigMc Menu gegessen haben, nein, wir sind am nächsten Morgen um halb 1 zu QingQing Pizza, um eine große Country-Pizza zu frühstücken. Da Damian und ich das Wetter viel zu geil fanden (strahlend blauer Himmel), um wieder nur in der Uni zu hocken, haben wir uns kurzerhand den Marco Polo Reiseführer geschnappt und einen richtig geilen Spaziergang gefunden. Also ab mit dem Taxi zum Startpunkt. Dort gab es dann erstmal einen Starbucks Kaffee für Damian. Wir waren beide noch etwas angeschlagen vom Vorabend und sehr lustig drauf und haben dann auch sämtlichen Blödsinn geredet und gemacht. Da standen so Chinesen auf der Brücke, die "Free Hugs" verteilt haben. Wir also Kamera an und alle umarmt, die haben sich gefreut und wir hatten unseren Spass. Bei dem Spaziergang ging es zuerst um den Hu Hai (ein kleiner beschaulicher See), dann zum Drumtower, am Belltower vorbei (da sind wir auch noch rein, war aber eher nicht so spektakulär), bis wir dann an einer ruhigen Wohngegend (man hörte nichts vom Verkehr, aber nur zwei Straßen weiter war wieder eine dicke Hauptstrasse) an den anderen nördlichen Seen (die heissen nur so, obwohl sie mitten in der Stadt sind) vorbeigeschlendert sind. Natürlich hab ich auch das ein oder andere Foto gemacht, vor allem an den Stellen, die der Reiseführer so betont hat - herrlicher Tag. Zurück ging es mit der u-Bahn, der Spaziergang endete glücklicherweise direkt an der Station und wir sind da ja nicht neu drin. Zurück in Wu Dao Kou sind wir zu einem Burger Restaurant (nein diesmal war es nicht Mc`s), wo die richtig dicke Burger gemacht haben. Wie könnten wir unseren amerikanischen Tag auch anders ausklingen lassen als mit einem Burger. Abends war ich noch mit meinem Buddy verabredet und ich habe ein bischen Deutsch gelehrt :)
http://picasaweb.google.de/snibsnib/Beijing05
Die zweite Woche nach unserem Urlaub
Am Montag und Dienstag musste dann gepaukt werden, weil ich viele Hausaufgaben aufhatte, am nächsten Montag eine Klausur und für das Wochenende wieder was anstand.
Dabei ging es schon am Mittwoch nach dem Lernen wieder in meine Lieblingsdisko: Propaganda. Der Abend war der reine Hammer. Zuerst waren wir noch am "Chinese Corner", da musste ich wettessen machen gegen einen dicken Koreaner und einem ziemlich großen Amerikaner, der dann auch gewonnen hat. Ich wurde letzter, obwohl ich sogar noch geschummelt hab - hab dem Damian sämtliche Dinger gegeben. Dann ging es zu Pyros Pizza, wo Fred, Rose und zwei Norwegerinnen schon auf mich warteten. Also noch ein kleines Stückchen Pizza und los ging es hinein in die Stube. Der Abend war super witzig, na gut mann muss zugeben, es wurde echt viel getrunken und ich kann mich an einen kleinen Teil nicht erinnern. Aber ich weiss noch, dass ich draußen fast eine Stunde mein Fahrrad gesucht hab, aber leider nicht gefunden hab. Aber auch Rose (er ist übrigends Chilinese - ACHTUNG: kein Chinese) hat sein Fahrrad verloren. Ich bin also um 6 zu Fuß nach Hause gegangen, was man an den SMS erkennen konnte, die ich Damian geschrieben hab ("DELICIOC", "Au hür....").
Am nächsten Tag kam ich ein wenig zu spät zum Unterricht, aber was mich mehr nervte war, dass meine Kappe und mein Fahrrad weg war. Ich hab mir dann das Fahrrad von Niels geliehen, weil die mich echt motiviert hatten, dass das Fahrrad noch da is, aber ich zu betrunken war. Leider war das nicht so.....Am restlichen Tag war dann noch chillen und Kung-Fu angesagt, aber dann auch frühes Schlafen.
Freitag nach morgendlichen Lernen wieder ging es abends auf die Einweihungsparty von Peter und Chris. Ich hab da ein ganz gemütlichen Gemacht, da es Mittwoch ja so rund ging, aber die Party war so laut, dass die Polizei 3 mal kam und bei dritten Mal haben die sogar Peter mitgenommen (wurde gemunkelt). Der andere Herr Gastgeber lag schon um 1 Uhr im Bett, also löste sich die Party langsam auf, aber wir sind noch mit 2 Mädels von BMW in die Nähe von SanLiTun ins Alpha gefahren, weil es da ja so geil sein sollte. Auf dem Weg dorthin bin ich allein mit Damian gefahren, weil die anderen es so eilig hatten. Aber wir hatten so Hunger, dass wir gesagt haben, dass wir beim nächsten McD einfach anhalten und einer aussteigt. Ich bin also flott raus am nächsten Mc`s, über die Straßenbegrenzung geklettert und mich in die Schlange gestellt. Nach meinem kurzen Gespräch mit einem Schweden, der in Peking Karten verkauft, klingelte mein Handy, Damian, ich solle mich beeilen, der Taxifahrer stresst. Ich konnte ja nix dafür, dass meine Burger so lang brauchen, aber zurück im Taxi haben wir uns gewundert, weil der Taxifahrer doch auch fürs Warten Geld bekommt. Aber das haben wir schnell gecheckt, als wir dann nach 30 Sekunden am Ziel waren :D Wir also ins Alpha voller Guter Dinge, aber der Laden war mehr so ein Aachener Schuppen....nur Männer und klein. Dazu war die Musik auch ganz komisch, die war zwar aus den 80ern, aber man kannte kein einziges Lied. Wir also die Mädels gefragt, ob die noch wo anders hin mit wollen, aber sie lehnten ab und wir haben dann nach 10 Minuten geschickt gesagt: "Wir sind müde und gehen nach Hause". Das haben die bestimmt nicht gemerkt. Gott sei Dank kannten wir noch andere, die auch in der Nähe waren - im Cargo. Leider wussten wir gar nicht, wo das Cargo war und so mussten wir uns durchfragen und das um 4....da war ja nicht mehr so viel los...Aber glücklicherweise haben wir 2 Chinesinnen getroffen, also Damian wieder sein Chinesisch ausgepackt, dann die Anwort: "Massage?". Damian also nochmal nach dem Weg gefragt, Antwort: "Room sex?". Wir dankend abgelehnt suchten also weiter, bis wir zufällig eine Straße reingegangen sind und vor uns die hellen Lichter des Cargo blinkten. Drinnen trafen wir dann Viki, Astrid, Eira, Mads und an einem Tisch bei ein paar Chinesen saß auch noch Carina, die wir vorher noch mit ins Taxi auf dem Hinweg zur Einweihungsparty genommen haben. Im Cargo selber, auch wenn es sich bis gerade anders angehört hat, war fast nichts mehr los. Die Barkeeper stellten sogar schon die Stühle zusammen. Trotzdem war es noch ganz lustig, zumindest die Musik war wieder gut. Um 5 Uhr ging es dann schließlich nach Wudaokou, wo wir noch in den mal wieder geschlossenen 24h Mc`s wollten.
Samstag morgen hatte ich dann um 10 Uhr Chinesisch. Niels hat mir sein Fahrrad geliehen, damit ich dorthin komme, um was stand vor Mc`s, da wo ich noch ein Tag vorher stand: mein Fahrrad, dass ich am Mittwoch verloren hab. Da schloss sich der Abend ja wieder....ich war wohl was essen ;) Der Tag war mal wieder im Eimer, nach der anstrengenden Nacht und so frühem Aufstehen....und auch weil wir noch bei QingQing Burger (das chinesische Mc`s auf dem Campus) zu mittag gegessen haben. Abends waren wir auf der Geburtstag-Party, ein Mottoparty, bei Winni eingeladen. Wir also als Retter der Revolution zu den Hutongs (Pekings Altstadt) gefahren und der Abend wurde auch anstatt um 1 erst wieder um 3.30 Uhr beendet...und dabei hatte ich an dem Sonntag auch noch Unterricht, weil der am Mittwoch ausgefallen war. Da konnte ich dann aber gut schlafen, weil der Raum richtig geil war, so mit echt bequemen Stühlen. Viel besser als sonst. Sonntag musste ich dann wieder lesen, weil am Montag die Klausur anstand, aber wirkliche Hoffnung hatte ich schon beiseite gelegt.
Hier noch ein paar Bilder, der ersten und zweiten Woche nach dem Urlaub:
http://picasaweb.google.de/snibsnib/Beijing04
Dabei ging es schon am Mittwoch nach dem Lernen wieder in meine Lieblingsdisko: Propaganda. Der Abend war der reine Hammer. Zuerst waren wir noch am "Chinese Corner", da musste ich wettessen machen gegen einen dicken Koreaner und einem ziemlich großen Amerikaner, der dann auch gewonnen hat. Ich wurde letzter, obwohl ich sogar noch geschummelt hab - hab dem Damian sämtliche Dinger gegeben. Dann ging es zu Pyros Pizza, wo Fred, Rose und zwei Norwegerinnen schon auf mich warteten. Also noch ein kleines Stückchen Pizza und los ging es hinein in die Stube. Der Abend war super witzig, na gut mann muss zugeben, es wurde echt viel getrunken und ich kann mich an einen kleinen Teil nicht erinnern. Aber ich weiss noch, dass ich draußen fast eine Stunde mein Fahrrad gesucht hab, aber leider nicht gefunden hab. Aber auch Rose (er ist übrigends Chilinese - ACHTUNG: kein Chinese) hat sein Fahrrad verloren. Ich bin also um 6 zu Fuß nach Hause gegangen, was man an den SMS erkennen konnte, die ich Damian geschrieben hab ("DELICIOC", "Au hür....").
Am nächsten Tag kam ich ein wenig zu spät zum Unterricht, aber was mich mehr nervte war, dass meine Kappe und mein Fahrrad weg war. Ich hab mir dann das Fahrrad von Niels geliehen, weil die mich echt motiviert hatten, dass das Fahrrad noch da is, aber ich zu betrunken war. Leider war das nicht so.....Am restlichen Tag war dann noch chillen und Kung-Fu angesagt, aber dann auch frühes Schlafen.
Freitag nach morgendlichen Lernen wieder ging es abends auf die Einweihungsparty von Peter und Chris. Ich hab da ein ganz gemütlichen Gemacht, da es Mittwoch ja so rund ging, aber die Party war so laut, dass die Polizei 3 mal kam und bei dritten Mal haben die sogar Peter mitgenommen (wurde gemunkelt). Der andere Herr Gastgeber lag schon um 1 Uhr im Bett, also löste sich die Party langsam auf, aber wir sind noch mit 2 Mädels von BMW in die Nähe von SanLiTun ins Alpha gefahren, weil es da ja so geil sein sollte. Auf dem Weg dorthin bin ich allein mit Damian gefahren, weil die anderen es so eilig hatten. Aber wir hatten so Hunger, dass wir gesagt haben, dass wir beim nächsten McD einfach anhalten und einer aussteigt. Ich bin also flott raus am nächsten Mc`s, über die Straßenbegrenzung geklettert und mich in die Schlange gestellt. Nach meinem kurzen Gespräch mit einem Schweden, der in Peking Karten verkauft, klingelte mein Handy, Damian, ich solle mich beeilen, der Taxifahrer stresst. Ich konnte ja nix dafür, dass meine Burger so lang brauchen, aber zurück im Taxi haben wir uns gewundert, weil der Taxifahrer doch auch fürs Warten Geld bekommt. Aber das haben wir schnell gecheckt, als wir dann nach 30 Sekunden am Ziel waren :D Wir also ins Alpha voller Guter Dinge, aber der Laden war mehr so ein Aachener Schuppen....nur Männer und klein. Dazu war die Musik auch ganz komisch, die war zwar aus den 80ern, aber man kannte kein einziges Lied. Wir also die Mädels gefragt, ob die noch wo anders hin mit wollen, aber sie lehnten ab und wir haben dann nach 10 Minuten geschickt gesagt: "Wir sind müde und gehen nach Hause". Das haben die bestimmt nicht gemerkt. Gott sei Dank kannten wir noch andere, die auch in der Nähe waren - im Cargo. Leider wussten wir gar nicht, wo das Cargo war und so mussten wir uns durchfragen und das um 4....da war ja nicht mehr so viel los...Aber glücklicherweise haben wir 2 Chinesinnen getroffen, also Damian wieder sein Chinesisch ausgepackt, dann die Anwort: "Massage?". Damian also nochmal nach dem Weg gefragt, Antwort: "Room sex?". Wir dankend abgelehnt suchten also weiter, bis wir zufällig eine Straße reingegangen sind und vor uns die hellen Lichter des Cargo blinkten. Drinnen trafen wir dann Viki, Astrid, Eira, Mads und an einem Tisch bei ein paar Chinesen saß auch noch Carina, die wir vorher noch mit ins Taxi auf dem Hinweg zur Einweihungsparty genommen haben. Im Cargo selber, auch wenn es sich bis gerade anders angehört hat, war fast nichts mehr los. Die Barkeeper stellten sogar schon die Stühle zusammen. Trotzdem war es noch ganz lustig, zumindest die Musik war wieder gut. Um 5 Uhr ging es dann schließlich nach Wudaokou, wo wir noch in den mal wieder geschlossenen 24h Mc`s wollten.
Samstag morgen hatte ich dann um 10 Uhr Chinesisch. Niels hat mir sein Fahrrad geliehen, damit ich dorthin komme, um was stand vor Mc`s, da wo ich noch ein Tag vorher stand: mein Fahrrad, dass ich am Mittwoch verloren hab. Da schloss sich der Abend ja wieder....ich war wohl was essen ;) Der Tag war mal wieder im Eimer, nach der anstrengenden Nacht und so frühem Aufstehen....und auch weil wir noch bei QingQing Burger (das chinesische Mc`s auf dem Campus) zu mittag gegessen haben. Abends waren wir auf der Geburtstag-Party, ein Mottoparty, bei Winni eingeladen. Wir also als Retter der Revolution zu den Hutongs (Pekings Altstadt) gefahren und der Abend wurde auch anstatt um 1 erst wieder um 3.30 Uhr beendet...und dabei hatte ich an dem Sonntag auch noch Unterricht, weil der am Mittwoch ausgefallen war. Da konnte ich dann aber gut schlafen, weil der Raum richtig geil war, so mit echt bequemen Stühlen. Viel besser als sonst. Sonntag musste ich dann wieder lesen, weil am Montag die Klausur anstand, aber wirkliche Hoffnung hatte ich schon beiseite gelegt.
Hier noch ein paar Bilder, der ersten und zweiten Woche nach dem Urlaub:
http://picasaweb.google.de/snibsnib/Beijing04
Donnerstag, 15. November 2007
Die erste Woche nach unserem Urlaub
Am folgenden Montag waren wir alle ziemlich fertig und es wurde nichts aufregendes unternommen. Nur habe ich wieder eine Erkältung bekommen, weil ich den ganzen Tag meine Klimaanlage laufen hatte...
Dienstag hab ich mich mit Peter aus Darmstadt getroffen, um etwas über unsere Reisen zu erzählen. Peter war in Tibet und hatte zufällig sein Laptop bei und hat mir echt geile Bilder gezeigt. Ich denke, dass Tibet auch eine lohnenswerte Reise ist, jedoch werde ich nicht dort hin fahren, weil ich nicht genügend Zeit habe. Später sind wir noch ins Lush, eine kleine Bar, und haben uns mit Viki, Chris und 2 Franzosen getroffen. Leider fand ich die Musik viel zu laut, um wirklich eine gute Unterhaltung zu führen.
Mittwoch war auch wieder ein ruhiger Tag bis abends. Da ging es wieder ins Propaganda auf die so scharf kritisierte Flatrate Party. Mit Damian und Till (da waren noch nicht so viele Deutsche da) wurde auch ordentlich ausgelassen gefeiert. Hauptattraktion waren auf jeden Fall die drei Italienerinnen und der Schweizer. Die waren so rattig, dass sie sich sogar vor uns geküsst haben. Dann wollten die, dass wir das auch machen....witzlos ;) Alle vier studieren an einer anderen Uni chinesisch. Der Schweizer war auch ein witziger Geselle, der sich recht leicht integrieren konnte - wir waren mittlerweile auch auf nem Level angekommen, wo das nicht mehr allzu schwer war. Da wir viel zu lang gefeiert hatte, verpasste ich am Donnerstag die ersten 1 1/2 Stunden. Damian hat mir noch eine nette SMS geschrieben, dass ich ihm bitte was zu trinken mitbringe. Den restlichen Tag, sowie Freitag musste ich dann Hausaufgaben machen. Auch Freitag Abend ging nicht mehr viel, weil wir ein Fussballspiel am Samstag hatten. Leider habe ich jedoch nicht mal eine Minute gespielt. Das war aber nicht so schlimm, weil ich danach zum Kung-Fu gegangen bin. Das war auch richtig geil, nur leider ist das zu teuer gewesen, sodass ich nur 2 oder 3 mal da war. Aber der Lehrer war richtig fit, also der hat mich auch echt fertig gemacht. Ich war am Abend so müde. Aber vielleicht lag das auch an unserem extrem guten Essen. Wir haben uns nämlich die Ehre gegeben, ins Steakhaus zu fahren. Wir haben es zwar erst nicht gefunden und der Laden wollte gerade schliessen, als wir ankamen, aber als wir gesagt haben, dass wir 8 hungrige Deutsche sind, haben die eine Ausnahme gemacht und wir durften als letztes ins Restaurant und waren am Ende sogar noch länger als der Koch da. Das Steak mit ein bischen Fritten, Gemüse und Nudeln war richtig LEEEEECKER. Also da haben wir auch schon eine Alternative zu Weihnachten gesehen, wenn die Botschaft geschlossen hat....mal schauen!
Am Sonntag wollten wir nochmal was neues von Peking sehen. Wir haben uns für einen ruhigen Tag im Bei Hai Park entschieden. Der Park liegt direkt an einem See und in der Mitte des Sees ist noch ein recht großer Turm. Wir haben uns ein Elektroboot gemietet und sind ein bischen über den See gefahren, sehr entspannend. Danach sind wir gemütlich durch den Park spaziert, leider konnten wir nicht mehr zu dem Turm, weil wir zu spät waren. Besser gesagt, weil hier alles so früh zu macht. Anschliessend wollten wir noch schön was in einem Restaurant essen gehen, doch leider wurde das nichts mit schön....normalerweise hat man so bei 5 Gerichten, wie bei der Preis ist heiß, 1-2 Zonks dabei. Aber bei dem Essen gab es nur Zonks, grauenhaft. Dann sind wir zur Abwechslung zu McD gegangen.
Und so schnell geht dann die Woche auch vorbei...(die zweite Woche kommt dann morgen oder übermorgen, die war auch wieder spannender und Bilder kommen später)
Dienstag hab ich mich mit Peter aus Darmstadt getroffen, um etwas über unsere Reisen zu erzählen. Peter war in Tibet und hatte zufällig sein Laptop bei und hat mir echt geile Bilder gezeigt. Ich denke, dass Tibet auch eine lohnenswerte Reise ist, jedoch werde ich nicht dort hin fahren, weil ich nicht genügend Zeit habe. Später sind wir noch ins Lush, eine kleine Bar, und haben uns mit Viki, Chris und 2 Franzosen getroffen. Leider fand ich die Musik viel zu laut, um wirklich eine gute Unterhaltung zu führen.
Mittwoch war auch wieder ein ruhiger Tag bis abends. Da ging es wieder ins Propaganda auf die so scharf kritisierte Flatrate Party. Mit Damian und Till (da waren noch nicht so viele Deutsche da) wurde auch ordentlich ausgelassen gefeiert. Hauptattraktion waren auf jeden Fall die drei Italienerinnen und der Schweizer. Die waren so rattig, dass sie sich sogar vor uns geküsst haben. Dann wollten die, dass wir das auch machen....witzlos ;) Alle vier studieren an einer anderen Uni chinesisch. Der Schweizer war auch ein witziger Geselle, der sich recht leicht integrieren konnte - wir waren mittlerweile auch auf nem Level angekommen, wo das nicht mehr allzu schwer war. Da wir viel zu lang gefeiert hatte, verpasste ich am Donnerstag die ersten 1 1/2 Stunden. Damian hat mir noch eine nette SMS geschrieben, dass ich ihm bitte was zu trinken mitbringe. Den restlichen Tag, sowie Freitag musste ich dann Hausaufgaben machen. Auch Freitag Abend ging nicht mehr viel, weil wir ein Fussballspiel am Samstag hatten. Leider habe ich jedoch nicht mal eine Minute gespielt. Das war aber nicht so schlimm, weil ich danach zum Kung-Fu gegangen bin. Das war auch richtig geil, nur leider ist das zu teuer gewesen, sodass ich nur 2 oder 3 mal da war. Aber der Lehrer war richtig fit, also der hat mich auch echt fertig gemacht. Ich war am Abend so müde. Aber vielleicht lag das auch an unserem extrem guten Essen. Wir haben uns nämlich die Ehre gegeben, ins Steakhaus zu fahren. Wir haben es zwar erst nicht gefunden und der Laden wollte gerade schliessen, als wir ankamen, aber als wir gesagt haben, dass wir 8 hungrige Deutsche sind, haben die eine Ausnahme gemacht und wir durften als letztes ins Restaurant und waren am Ende sogar noch länger als der Koch da. Das Steak mit ein bischen Fritten, Gemüse und Nudeln war richtig LEEEEECKER. Also da haben wir auch schon eine Alternative zu Weihnachten gesehen, wenn die Botschaft geschlossen hat....mal schauen!
Am Sonntag wollten wir nochmal was neues von Peking sehen. Wir haben uns für einen ruhigen Tag im Bei Hai Park entschieden. Der Park liegt direkt an einem See und in der Mitte des Sees ist noch ein recht großer Turm. Wir haben uns ein Elektroboot gemietet und sind ein bischen über den See gefahren, sehr entspannend. Danach sind wir gemütlich durch den Park spaziert, leider konnten wir nicht mehr zu dem Turm, weil wir zu spät waren. Besser gesagt, weil hier alles so früh zu macht. Anschliessend wollten wir noch schön was in einem Restaurant essen gehen, doch leider wurde das nichts mit schön....normalerweise hat man so bei 5 Gerichten, wie bei der Preis ist heiß, 1-2 Zonks dabei. Aber bei dem Essen gab es nur Zonks, grauenhaft. Dann sind wir zur Abwechslung zu McD gegangen.
Und so schnell geht dann die Woche auch vorbei...(die zweite Woche kommt dann morgen oder übermorgen, die war auch wieder spannender und Bilder kommen später)
Montag, 5. November 2007
Kunming
Unser Frühstück war mehr ein Brunch, da wir ja sehr spät oder eher sehr früh im Bett waren. Wir saßen in einem kleinen Lokal direkt an der Straße (es war mehr eine große Garage als ein Lokal) und genossen sämtliche Speisen, während wir unsere Kunming Tage planten.
Leider fiel unser erster Stadtbesichtigungsversuch aus, als Bao Wei mit uns zu einer Freundin gefahren ist, die zu dem Zeitpunkt einen Laden in einer Billig-Mall eröffnen wollte. Wir wurden dann als westliche Models für häßliche, chinesische Leinenhemden benutzt und verplemperten massig Zeit. Dann wollten wir uns lösen von der Frau, aber was wir auch sagten, wollten die mit uns zusammen machen. Also sind wir schließlich mit denen erst durch ein Kaufhaus und danach in ein Restaurant. Im Anschluss ging es zu der Bar, an dem wir den ersten Abend in Kunming auch schon waren. Wir hatten noch 1 1/2 Flaschen Wodka übrig, was starken Anlass ließ, noch eine lange Weile dort zu bleiben. Das taten wir auch, ein Meet the Locals vom Feinsten, wo wir an sämtliche Tische eingeladen wurden, von denen aber immer nur einer ganz wenig Englisch konnte. Spassig war es trotzdem und wir haben den ganzen Abend in der Bar verbracht, wo später wieder ein DJ aufgelegt hat und ab und an ein paar Tänzer und Tänzerinnen auf den Boxen getanzt haben. Zum Schluss (der gute DJ war mittlerweile wieder weg) sind wir dann auch mal auf die Riesenbox mit 4 oder5 Leuten und haben in voller Lautstärke zum Abschluss des Tags der Deutschen Einheit (eigentlich war er ja schon vorbei) die Deutsche Nationalhymne gesungen - und die Chinesen hatten auch noch wahnsinnigen Spass dran.
Unser zweiter Tag in Kunming sollte interessanter werden, dachte ich. Aber es hieß erstmal bei den Meisten ausschlafen, was mich ziemlich ärgerte. Dann ging es wieder zum Brunch, aber diesmal bei "Lijiang Brothers". Das Restaurant ist eine chinesische Kette, berühmt für Reisnudeln in Brühe - grauenhaft zu essen: Stäbchen und glitschige Nudeln. Nach diesem auserordentlichen Frühstück/Mittagessen sind wir dann mit Bao Wei durch die Stadt geschlendert, weil wir unsere Flugtickets noch bezahlen mussten. Die Meisten in der Gruppe amüsierten sich gelegentlich mit der kleinen Nichte von Bao Wei. Die ganze Tour nahm richtig viel Zeit in Anspruch, da wir das Reisebüro nicht sofort gefunden haben. Zurück in der Nähe von unseren Dorms, hatten Niels und Julius vor, die Idee, sich Gitarren für die Zugfahrt zu kaufen, durchzusetzen. So verbrachten wir über eine Stunde in dem Gitarrenladen, da alle Gitarren Probe gespielt wurden mussten...zurück im Dorm wurde sich nur kurz umgezogen, da das Abendessen mit Frau Li bevorstand. Frau Li war die Chinesisch-Lehrerin von Damian letztes Jahr und hat für uns auf der Reise fast alles organisiert: Flug, Hotels, Rückreise. Für uns hieß das Essen also ein besonderes Dankeschön. Frau Li selber war eine kleine zierliche, ältere Frau, die schon ältere Vorstellungen hatte. Und Damian nutzte das immer aus, um kleine Späße zu machen. Es war also ein entspanntes Essen in einem feinen Restaurant. Nach dem Essen sind wir noch durch einen Park geschlendert, dessen Namen ich aber vergessen habe, um dann in ein Teehaus zu gehen. Es war noch relativ warm für abends, sodass wir uns draußen hingesetzt haben. So langsam wurde man also ruhiger und müder, der Tee war sehr lecker und nach dem großen Essen entspannend für den Magen, doch der Abend war ja noch jung. Ich und Damian heizten die Anderen also nochmal an, als wir zurück im Dorm waren. Und tatsächlich kamen wieder alle 6 de guo ren`s mit, obwohl am Anfang alle zu Hause bleiben wollten. Mit zwei Taxen ging es in die schon bekannte Partymeile. Jedoch mussten wir erstmal 3 verschiedene Bars (Diskos gibts da glaub ich nur ganz kleine) ausprobieren, bis wir uns schließlich für die Zweite entschieden haben. Der Abend war ganz ruhig, die Bar war auch nicht unbedingt die Beste, aber wir wollte es ja auch nur noch ausklingen lassen.
Am dritten und letzen Tag hat es dann doch geklappt, dass wir uns die Stadt ansehen konnten. Nach unserem Plan Donuts zu Essen (wir haben am Vortag einen großen Donutladen gesehen), fuhren wir also mit dem nächsten Bus dorthin - dachten wir. Der Bus fuhr an der nächsten Kreuzung in die falsche Richtung und die nächste Haltestelle war wieder ziemlich weit weg. Naja, wir planten schnell um und gingen in ein Backshop, der wieder fast nur Süßes verkaufte. Gott sei Dank kannte sich Damian so gut aus, dass er uns von dort aus über einen Markt in die Innenstadt leiten konnte. Der Markt, über den wir gegangen sind, war aber auch schon der Hammer. Dort konnte man wahrscheinlich alles kaufen, was man möchte. Am Interessantesten fanden wir jedoch die Schildkröten, Eidechsen und andere Haustiere. Sehr witzig war auch die Rennmaus, die in ihrem Rad lief und immer oben am höchsten Punkt runterfiel, weil das Rad sich nicht gedreht hat. Die Innenstadt war richtig voll mit Chinesen. Wir schauten uns einige Läden an und setzten uns zwischendrin noch in ein Cafe. Ein sehr gemütlicher Tag ohne Stress. Auf dem Rückweg sind wir wieder über den Markt und fast jeder hat sich noch eine schon vorher ausgesuchte Kleinigkeit gekauft. Da mussten wir auch schon wieder die Taschen packen und fast los. Frau Li zeigte uns noch ein kleines Straßenlokal, sehr günstig und dementsprechend lecker, bis wir dann von einem Polizeivan - Bao Wei`s Bruder oder irgendwas war Polizist - zum Bahnhof gebracht wurden.
38 Stunden Zugfahren
Abends um viertel vor 9 Uhr startete unser Zug. Vorher hat der Herr Polizist uns noch so geregelt, dass wir alle im selben Abteil nächtigen können. Bei der Buchung haben wir nämlich den Fehler gemacht, dass wir 6 untere Betten bezahlt hatten uns somit auf 3 Abteile verteilt waren. Aber das war, nachdem der Policeman da rumorganisiert hatte, kein Problem mehr auf der ganzen Fahrt. Im Endeffekt waren glaube ich auch alle froh, die mit uns getauscht hatten. Allein am ersten Abend haben wir die Leute bis halb 4 wach gehalten, nachdem wir erstmal alle Biervorräte des Zugs leer gemacht und einen kleinen Song über unseren Urlaub geschrieben hatten. Es war sehr lustig, wir haben sogar von Anfang an Logbuch geführt, was ich jedoch noch organisieren muss.
Am nächten Morgen um 9 Uhr wurde ich dann schon wach, obwohl das Bett sehr bequem war. Ich hab mich erstmal an unseren Tisch gesetzt und da standen zum Glück noch 2-3 Pils, die wir am Abend vorher nicht geschafft hatten. Damian, der auch wach wurde, leistete mir dann Gesellschaft und nach unserem ersten Frühstück legten wir uns erstmal wieder hin - was die Leute in dem Zug wohl gedacht hatten...Naja, 2 Stunden später hieß es dann endlich normal Frühstücken mit einem Haufen Donuts, die wir am Vortag in Kunming gekauft hatten. Da waren auch alle sofort wach und freuten sich wieder. Ein kleines Stimmungstief trat am nächsten Morgen ein, als alle noch etwas müde waren. Doch nun waren wieder alle wach und es konnte schön erzählt, diskutiert und gesungen werden. Dank der neuen Gitarren hatten wir immer ein bischen Musik da und der Julius kann auch richtig gut spielen. Dann haben wir auch einen richtig coolen Chinesen kennen gelernt. Naja, eigentlich nur halber oder viertel Chinese. Winni ist zwar in HongKong geboren, lebte aber die meiste seiner Zeit in Kanada und hat in Amerika studiert. Was er jetzt genach in Peking macht, wissen wir nicht, aber er hat ein ruhiges Leben. Winni brachte auf jeden Fall neuen Wind in unsere schon etwas müde werdende Gruppe. Er war auch musikalisch veranlagt und holte ein paar Chinesische Text, nachdem wir erst ein paar Klassiker gespielt hatten. Wir sangen ein Chinesisches Liebeslied, was hier wohl jeder kennt und sangen uns in die Herzen der Chinesen. Später verließ uns Winni wieder, meinte aber er komme wieder. Kurz danach kam Ralle an (ein Freund von einem Freund von Damian, der auch in Beijing zur Zeit ist) und hat uns gefragt, wie oft wie eigentlich raus laufen, um neues Bier zu holen: jeden Halt ist doch klar! Der Nachmittag plätchelte so hin, man legte sich nochmal hin, guckte aus dem Fenster, as Dosennudeln oder trank einfach ein Schluck, es wurde also nie richtig langweilig, dass die Fahrt jetzt unerträglich wurde. Abends kam dann wieder Winni zurück und brachte noch zwei Mädels mit. Wir machten also richtig Stimmung im Zug und sangen so lange Lieder, bis dann die Bedienung des Zuges Winni und Co. aufforderte, in ihr Abteil zu gehen. Der Abend war nicht so lange wie der davor, auch wenn ich auf dem Flur noch einen Soldaten aus Beijing kennengelernt hab, der auch erstaunlich gut Englisch konnte.
Der letzte Morgen war wohl der schlimmste Tag. Man wartete die ganze Zeit auf die Ankunft, weil wir nicht genau wussten, ob wir Verspätung hatten oder zu früh dran sind. Auch auf trinken hatte man keine Lust, weil man wusste, dass der Tag noch lang wird und in der Uni wieder was zu tun gibt. Geduldig sind wir dann in Beijing angekommen und mussten dann am Bahnhof West bestimmt über ne halbe Stunde darauf warten, dass wir ein Taxi bekommen. Am Bahnhof war so viel los, dass man sich in eine Schlange stellen musste, um das nächste Taxi zu bekommen - verrückt. Endlich an der Uni haben wir direkt Fussball gespielt, was schon im Zug besprochen wurde. Ein kleines Spielchen mit den anderen, die auch eine lustige Woche in Seoul hinter sich hatten, machte wieder richtig fit und war auch mehr lustig als ernst. Danach ging es noch zur Pizzaria QingQing (direkt unter der Mensa) und schließlich unter die lang erwartete Dusche.
Bilder: Von allen Leute, die in Kunming dabei waren und alle haben Bilder gemacht, die Julius dann hochgeladen hat:
http://picasaweb.google.com/julius.mangoldt/ReiseDurchYunnan
Viel Spass!
Unser Frühstück war mehr ein Brunch, da wir ja sehr spät oder eher sehr früh im Bett waren. Wir saßen in einem kleinen Lokal direkt an der Straße (es war mehr eine große Garage als ein Lokal) und genossen sämtliche Speisen, während wir unsere Kunming Tage planten.
Leider fiel unser erster Stadtbesichtigungsversuch aus, als Bao Wei mit uns zu einer Freundin gefahren ist, die zu dem Zeitpunkt einen Laden in einer Billig-Mall eröffnen wollte. Wir wurden dann als westliche Models für häßliche, chinesische Leinenhemden benutzt und verplemperten massig Zeit. Dann wollten wir uns lösen von der Frau, aber was wir auch sagten, wollten die mit uns zusammen machen. Also sind wir schließlich mit denen erst durch ein Kaufhaus und danach in ein Restaurant. Im Anschluss ging es zu der Bar, an dem wir den ersten Abend in Kunming auch schon waren. Wir hatten noch 1 1/2 Flaschen Wodka übrig, was starken Anlass ließ, noch eine lange Weile dort zu bleiben. Das taten wir auch, ein Meet the Locals vom Feinsten, wo wir an sämtliche Tische eingeladen wurden, von denen aber immer nur einer ganz wenig Englisch konnte. Spassig war es trotzdem und wir haben den ganzen Abend in der Bar verbracht, wo später wieder ein DJ aufgelegt hat und ab und an ein paar Tänzer und Tänzerinnen auf den Boxen getanzt haben. Zum Schluss (der gute DJ war mittlerweile wieder weg) sind wir dann auch mal auf die Riesenbox mit 4 oder5 Leuten und haben in voller Lautstärke zum Abschluss des Tags der Deutschen Einheit (eigentlich war er ja schon vorbei) die Deutsche Nationalhymne gesungen - und die Chinesen hatten auch noch wahnsinnigen Spass dran.
Unser zweiter Tag in Kunming sollte interessanter werden, dachte ich. Aber es hieß erstmal bei den Meisten ausschlafen, was mich ziemlich ärgerte. Dann ging es wieder zum Brunch, aber diesmal bei "Lijiang Brothers". Das Restaurant ist eine chinesische Kette, berühmt für Reisnudeln in Brühe - grauenhaft zu essen: Stäbchen und glitschige Nudeln. Nach diesem auserordentlichen Frühstück/Mittagessen sind wir dann mit Bao Wei durch die Stadt geschlendert, weil wir unsere Flugtickets noch bezahlen mussten. Die Meisten in der Gruppe amüsierten sich gelegentlich mit der kleinen Nichte von Bao Wei. Die ganze Tour nahm richtig viel Zeit in Anspruch, da wir das Reisebüro nicht sofort gefunden haben. Zurück in der Nähe von unseren Dorms, hatten Niels und Julius vor, die Idee, sich Gitarren für die Zugfahrt zu kaufen, durchzusetzen. So verbrachten wir über eine Stunde in dem Gitarrenladen, da alle Gitarren Probe gespielt wurden mussten...zurück im Dorm wurde sich nur kurz umgezogen, da das Abendessen mit Frau Li bevorstand. Frau Li war die Chinesisch-Lehrerin von Damian letztes Jahr und hat für uns auf der Reise fast alles organisiert: Flug, Hotels, Rückreise. Für uns hieß das Essen also ein besonderes Dankeschön. Frau Li selber war eine kleine zierliche, ältere Frau, die schon ältere Vorstellungen hatte. Und Damian nutzte das immer aus, um kleine Späße zu machen. Es war also ein entspanntes Essen in einem feinen Restaurant. Nach dem Essen sind wir noch durch einen Park geschlendert, dessen Namen ich aber vergessen habe, um dann in ein Teehaus zu gehen. Es war noch relativ warm für abends, sodass wir uns draußen hingesetzt haben. So langsam wurde man also ruhiger und müder, der Tee war sehr lecker und nach dem großen Essen entspannend für den Magen, doch der Abend war ja noch jung. Ich und Damian heizten die Anderen also nochmal an, als wir zurück im Dorm waren. Und tatsächlich kamen wieder alle 6 de guo ren`s mit, obwohl am Anfang alle zu Hause bleiben wollten. Mit zwei Taxen ging es in die schon bekannte Partymeile. Jedoch mussten wir erstmal 3 verschiedene Bars (Diskos gibts da glaub ich nur ganz kleine) ausprobieren, bis wir uns schließlich für die Zweite entschieden haben. Der Abend war ganz ruhig, die Bar war auch nicht unbedingt die Beste, aber wir wollte es ja auch nur noch ausklingen lassen.
Am dritten und letzen Tag hat es dann doch geklappt, dass wir uns die Stadt ansehen konnten. Nach unserem Plan Donuts zu Essen (wir haben am Vortag einen großen Donutladen gesehen), fuhren wir also mit dem nächsten Bus dorthin - dachten wir. Der Bus fuhr an der nächsten Kreuzung in die falsche Richtung und die nächste Haltestelle war wieder ziemlich weit weg. Naja, wir planten schnell um und gingen in ein Backshop, der wieder fast nur Süßes verkaufte. Gott sei Dank kannte sich Damian so gut aus, dass er uns von dort aus über einen Markt in die Innenstadt leiten konnte. Der Markt, über den wir gegangen sind, war aber auch schon der Hammer. Dort konnte man wahrscheinlich alles kaufen, was man möchte. Am Interessantesten fanden wir jedoch die Schildkröten, Eidechsen und andere Haustiere. Sehr witzig war auch die Rennmaus, die in ihrem Rad lief und immer oben am höchsten Punkt runterfiel, weil das Rad sich nicht gedreht hat. Die Innenstadt war richtig voll mit Chinesen. Wir schauten uns einige Läden an und setzten uns zwischendrin noch in ein Cafe. Ein sehr gemütlicher Tag ohne Stress. Auf dem Rückweg sind wir wieder über den Markt und fast jeder hat sich noch eine schon vorher ausgesuchte Kleinigkeit gekauft. Da mussten wir auch schon wieder die Taschen packen und fast los. Frau Li zeigte uns noch ein kleines Straßenlokal, sehr günstig und dementsprechend lecker, bis wir dann von einem Polizeivan - Bao Wei`s Bruder oder irgendwas war Polizist - zum Bahnhof gebracht wurden.
38 Stunden Zugfahren
Abends um viertel vor 9 Uhr startete unser Zug. Vorher hat der Herr Polizist uns noch so geregelt, dass wir alle im selben Abteil nächtigen können. Bei der Buchung haben wir nämlich den Fehler gemacht, dass wir 6 untere Betten bezahlt hatten uns somit auf 3 Abteile verteilt waren. Aber das war, nachdem der Policeman da rumorganisiert hatte, kein Problem mehr auf der ganzen Fahrt. Im Endeffekt waren glaube ich auch alle froh, die mit uns getauscht hatten. Allein am ersten Abend haben wir die Leute bis halb 4 wach gehalten, nachdem wir erstmal alle Biervorräte des Zugs leer gemacht und einen kleinen Song über unseren Urlaub geschrieben hatten. Es war sehr lustig, wir haben sogar von Anfang an Logbuch geführt, was ich jedoch noch organisieren muss.
Am nächten Morgen um 9 Uhr wurde ich dann schon wach, obwohl das Bett sehr bequem war. Ich hab mich erstmal an unseren Tisch gesetzt und da standen zum Glück noch 2-3 Pils, die wir am Abend vorher nicht geschafft hatten. Damian, der auch wach wurde, leistete mir dann Gesellschaft und nach unserem ersten Frühstück legten wir uns erstmal wieder hin - was die Leute in dem Zug wohl gedacht hatten...Naja, 2 Stunden später hieß es dann endlich normal Frühstücken mit einem Haufen Donuts, die wir am Vortag in Kunming gekauft hatten. Da waren auch alle sofort wach und freuten sich wieder. Ein kleines Stimmungstief trat am nächsten Morgen ein, als alle noch etwas müde waren. Doch nun waren wieder alle wach und es konnte schön erzählt, diskutiert und gesungen werden. Dank der neuen Gitarren hatten wir immer ein bischen Musik da und der Julius kann auch richtig gut spielen. Dann haben wir auch einen richtig coolen Chinesen kennen gelernt. Naja, eigentlich nur halber oder viertel Chinese. Winni ist zwar in HongKong geboren, lebte aber die meiste seiner Zeit in Kanada und hat in Amerika studiert. Was er jetzt genach in Peking macht, wissen wir nicht, aber er hat ein ruhiges Leben. Winni brachte auf jeden Fall neuen Wind in unsere schon etwas müde werdende Gruppe. Er war auch musikalisch veranlagt und holte ein paar Chinesische Text, nachdem wir erst ein paar Klassiker gespielt hatten. Wir sangen ein Chinesisches Liebeslied, was hier wohl jeder kennt und sangen uns in die Herzen der Chinesen. Später verließ uns Winni wieder, meinte aber er komme wieder. Kurz danach kam Ralle an (ein Freund von einem Freund von Damian, der auch in Beijing zur Zeit ist) und hat uns gefragt, wie oft wie eigentlich raus laufen, um neues Bier zu holen: jeden Halt ist doch klar! Der Nachmittag plätchelte so hin, man legte sich nochmal hin, guckte aus dem Fenster, as Dosennudeln oder trank einfach ein Schluck, es wurde also nie richtig langweilig, dass die Fahrt jetzt unerträglich wurde. Abends kam dann wieder Winni zurück und brachte noch zwei Mädels mit. Wir machten also richtig Stimmung im Zug und sangen so lange Lieder, bis dann die Bedienung des Zuges Winni und Co. aufforderte, in ihr Abteil zu gehen. Der Abend war nicht so lange wie der davor, auch wenn ich auf dem Flur noch einen Soldaten aus Beijing kennengelernt hab, der auch erstaunlich gut Englisch konnte.
Der letzte Morgen war wohl der schlimmste Tag. Man wartete die ganze Zeit auf die Ankunft, weil wir nicht genau wussten, ob wir Verspätung hatten oder zu früh dran sind. Auch auf trinken hatte man keine Lust, weil man wusste, dass der Tag noch lang wird und in der Uni wieder was zu tun gibt. Geduldig sind wir dann in Beijing angekommen und mussten dann am Bahnhof West bestimmt über ne halbe Stunde darauf warten, dass wir ein Taxi bekommen. Am Bahnhof war so viel los, dass man sich in eine Schlange stellen musste, um das nächste Taxi zu bekommen - verrückt. Endlich an der Uni haben wir direkt Fussball gespielt, was schon im Zug besprochen wurde. Ein kleines Spielchen mit den anderen, die auch eine lustige Woche in Seoul hinter sich hatten, machte wieder richtig fit und war auch mehr lustig als ernst. Danach ging es noch zur Pizzaria QingQing (direkt unter der Mensa) und schließlich unter die lang erwartete Dusche.
Bilder: Von allen Leute, die in Kunming dabei waren und alle haben Bilder gemacht, die Julius dann hochgeladen hat:
http://picasaweb.google.com/julius.mangoldt/ReiseDurchYunnan
Viel Spass!
Samstag, 27. Oktober 2007
Lijian und die Naxi´s
In Lijiang war reges Treiben, da der Nationalfeiertag bevorstand. Überall wurden kleine Bühnen und Pflanzen aufgestellt. Wir starteten also raus aus der Stadt zu einem kleinen buddistischen Kloster. Die Tour ging nach der Taxifahrt auf einen kleinen Berg hoch, auf den keiner vorbereitet war (leichtes Schuhwerk, ect). Oben war der rot-goldene Klostereingang mit bunten Fähnchen auf einer Lichtung. Am Eingang saß ein älterer Mann mit bescheidener Kleidung (kein Plan, ob das auch ein Mönsch war) und ein kleiner Junge in roten Gewändern. Wir durften hinein und sollten uns für 20 Yuan pro Nase erstmal 2 riesige Räucherstäbchen kaufen. Der Innenhof war schön bewachsen und gepflegt und auch der Gang zu einer Schlafstelle, wo wir an einem Lagerfeuer unsere Räucherstangen entzündeten, war so wie man sich ein Kloster vorstellt. In der Schlafstelle hingen viele Bilder von der Natur und Buddha und ein älterer Mann saß auch am Feuer. Eine Konversation war wiedermal durch mangelnde chinesisch-Kenntnisse nicht möglich, so dass wir gerademal sagen konnten, wo wir her kommen - de guo. Nach unserem kurzen Aufenthalt in der kleinen Hütte gingen wir wieder auf den Vorplatz, um die Stäbe aufzustellen und danach ins Heiligtum einzutreten - natürlich nur gegen eine kleine Spende...Der Raum war schön verziert mit Bildern, Lampen, Statuen und am Ende auf einem Podest sitzender Buddha. Wir bekamen alle eine glücksbringer Kette und sollten dann aber auch wieder gehen. Ich fand es leider eher ein Reinfall, auch wenn man jetzt sagen kann: "Leute, ich war in einem echten Buddha-Tempel mit einem kleinen Kung-Fu Mönsch!"
Zurück nach Lijiang ging es mit einem einheimischen Minivan; ähnlich wie ein Militärwagen: hinten offen mit vier Sitzen und vorne geschlossen mit vier-fünf Sitzen. Auch hier wäre ein Gespräch mit der hilfsbereiten Bäuerin sicherlich schöner gewesen, als die 20 Minuten nur eigenen Blödsinn zu machen. In Lijiang wurden dann einige Besorgungen für unseren Trip in die Tigersprung-Schlucht gemacht.
2 Tage wandern
Auch wenn ich nicht so der Wanderfan bin, wusste ich vor dem Urlaub, dass wir auch wandern gehen.Früh morgens raus, um den Überlandbus zu bekommen nach Qiaotou, gab es im Bus nur noch 2 Plätze. Dazu nahmen wir dann noch einen schwarzen Mini-Bus, der ziemlich eng war, aber einen netten Fahrer hatte. Er hielt einmal am höchsten Punkt, um uns die Aussicht zu zeigen. In Qiaotou angekommen, mussten wir mit Gepäck (ca. 10 Kilo) einiges wandern. Da wir so eine große Gruppe waren, war der Weg aber nicht so schlimm und die Aussicht umso besser, je weiter man nach oben kam. Nach 2 Stunden schnellen Aufstieg mit 2 kurzen Pausen fürs Fotoalbum kamen wir bei der Familie "Nice" an. Sie selbst haben sich so genannt, obwohl sie reine Naxi´s waren. Bei der Familie war ein Gasthaus, wo Service noch ganz groß geschrieben wurde. Wir kamen an und sofort wurde ein Tisch für uns geholt und dazu gabs kalte Getränke. Nachdem die Familie hörte, dass wir bei ihnen die Nacht verbringen und zu Abend essen, durften wir bei super Aussicht auch unsere Snacks auspacken. Nach längerer Pause ließen wir viele Sachen im Zimmer und erklommen den Rest des Berges. Dazu haben wir uns einen Scherper und ein Muli genommen, der aber nicht mehr so fit war wie wir und auch mal eine Pause mehr brauchte. Oben hatten wir eine super Sicht auf die Schlucht des Yang Tze - richtig geil. Man wurde quasi für das Wandern belohnt.
Runter ging es wesentlich schneller. Da hat auch der Scherper gezeigt, wie es geht und auch Haudi-Julius auf dem Muli machte Dampf. In der Naxi Hütte aßen wir zu Abend und tranken etwas über den Durchschnitt.
Am nächsten Morgen ließen wir das Frühstück zwecks Magenberuhigung weg. Jedoch ist uns nicht entfallen, dass auf dem Innenhof Kostbarkeiten von beachtlicher Größe wuchsen. Nach kurzer, intensiver Gestikulation bekamen wir sogar direkt eine Supermarkttüte mit circa 20g Inhalt und eine Pfeife - der Morgen war gerettet. Wir blieben also noch ein bischen, tranken eine Cola und genossen die fabelhafte Aussicht. Der Abstieg war wesentlich leichter als der Aufstieg und am Fuße des Berges stießen wir durch Glück auf ein Großraum-Schwarz-Taxi, dass uns alle für 20 Yuan pro Person zurück nach Lijiang brachte.
Im "Hotel" angekommen sind wir schnell unter die Dusche und danach was essen. Das kleine Bier weit oben in der Altstadt wurde später noch zu einem Barbesuch mit Folgen. De guo ren´s wurden von Chinesen auf ein Bier eingeladen und so....bis spät in die Nacht.
Zurück nach Kunming
Unser letzter Tag startet damit, dass unser Frühstück nicht kommen wollte. Wir warteten in der Bar/dem Restaurant über 45 min, bis wir einfach gegangen sind, um dann schnell bei KFC zu frühstücken. Anschließend ging es mit dem Taxi zum Black-Dragon-Pool Park. Ein Park zum entspannen und anschließend ein Marsch auf den Berg, von dem man Lijian komplett überschauen konnte - auch sehr geil. Auf der einen Seite die Altstadt und auf der anderen Seite eine neue typisch, chinesische Stadt. Nach einem kleinen Pils wieder unten im Park ging es zu Fuß zurück in die Stadt, um die letzten Besorgungen für unseren Sleeperbus zu organisieren.
Der Sleeper war noch schlimmer als auf der Hinfahrt. Wir hatten ganz hinten oben die Liegewiese für 5 Leute, viel zu eng!! Von der 8 Stunden Fahrt (20-4 Uhr), konnte man dann vielleicht 2 Stunden schlafen...naja, um 4 haben wir dann Stress gemacht, weil wir nicht bis zum nächsten Morgen im Sleeper bleiben wollten. Wir haben in Kunming einen 24h Imbiss zu finden, der uns Bier und Frühlingsrollen bescherte, dass wir dort locker 2 Stunden verbringen konnten, bis wir ins Dormitory von der "Kunming University of Science and Technology" konnten und ins Bett gefallen sind.
UPDATE: ein paar Bilder sind da auf der Seite von Julius: http://picasaweb.google.com/julius.mangoldt/ReiseDurchYunnan
In Lijiang war reges Treiben, da der Nationalfeiertag bevorstand. Überall wurden kleine Bühnen und Pflanzen aufgestellt. Wir starteten also raus aus der Stadt zu einem kleinen buddistischen Kloster. Die Tour ging nach der Taxifahrt auf einen kleinen Berg hoch, auf den keiner vorbereitet war (leichtes Schuhwerk, ect). Oben war der rot-goldene Klostereingang mit bunten Fähnchen auf einer Lichtung. Am Eingang saß ein älterer Mann mit bescheidener Kleidung (kein Plan, ob das auch ein Mönsch war) und ein kleiner Junge in roten Gewändern. Wir durften hinein und sollten uns für 20 Yuan pro Nase erstmal 2 riesige Räucherstäbchen kaufen. Der Innenhof war schön bewachsen und gepflegt und auch der Gang zu einer Schlafstelle, wo wir an einem Lagerfeuer unsere Räucherstangen entzündeten, war so wie man sich ein Kloster vorstellt. In der Schlafstelle hingen viele Bilder von der Natur und Buddha und ein älterer Mann saß auch am Feuer. Eine Konversation war wiedermal durch mangelnde chinesisch-Kenntnisse nicht möglich, so dass wir gerademal sagen konnten, wo wir her kommen - de guo. Nach unserem kurzen Aufenthalt in der kleinen Hütte gingen wir wieder auf den Vorplatz, um die Stäbe aufzustellen und danach ins Heiligtum einzutreten - natürlich nur gegen eine kleine Spende...Der Raum war schön verziert mit Bildern, Lampen, Statuen und am Ende auf einem Podest sitzender Buddha. Wir bekamen alle eine glücksbringer Kette und sollten dann aber auch wieder gehen. Ich fand es leider eher ein Reinfall, auch wenn man jetzt sagen kann: "Leute, ich war in einem echten Buddha-Tempel mit einem kleinen Kung-Fu Mönsch!"
Zurück nach Lijiang ging es mit einem einheimischen Minivan; ähnlich wie ein Militärwagen: hinten offen mit vier Sitzen und vorne geschlossen mit vier-fünf Sitzen. Auch hier wäre ein Gespräch mit der hilfsbereiten Bäuerin sicherlich schöner gewesen, als die 20 Minuten nur eigenen Blödsinn zu machen. In Lijiang wurden dann einige Besorgungen für unseren Trip in die Tigersprung-Schlucht gemacht.
2 Tage wandern
Auch wenn ich nicht so der Wanderfan bin, wusste ich vor dem Urlaub, dass wir auch wandern gehen.Früh morgens raus, um den Überlandbus zu bekommen nach Qiaotou, gab es im Bus nur noch 2 Plätze. Dazu nahmen wir dann noch einen schwarzen Mini-Bus, der ziemlich eng war, aber einen netten Fahrer hatte. Er hielt einmal am höchsten Punkt, um uns die Aussicht zu zeigen. In Qiaotou angekommen, mussten wir mit Gepäck (ca. 10 Kilo) einiges wandern. Da wir so eine große Gruppe waren, war der Weg aber nicht so schlimm und die Aussicht umso besser, je weiter man nach oben kam. Nach 2 Stunden schnellen Aufstieg mit 2 kurzen Pausen fürs Fotoalbum kamen wir bei der Familie "Nice" an. Sie selbst haben sich so genannt, obwohl sie reine Naxi´s waren. Bei der Familie war ein Gasthaus, wo Service noch ganz groß geschrieben wurde. Wir kamen an und sofort wurde ein Tisch für uns geholt und dazu gabs kalte Getränke. Nachdem die Familie hörte, dass wir bei ihnen die Nacht verbringen und zu Abend essen, durften wir bei super Aussicht auch unsere Snacks auspacken. Nach längerer Pause ließen wir viele Sachen im Zimmer und erklommen den Rest des Berges. Dazu haben wir uns einen Scherper und ein Muli genommen, der aber nicht mehr so fit war wie wir und auch mal eine Pause mehr brauchte. Oben hatten wir eine super Sicht auf die Schlucht des Yang Tze - richtig geil. Man wurde quasi für das Wandern belohnt.
Runter ging es wesentlich schneller. Da hat auch der Scherper gezeigt, wie es geht und auch Haudi-Julius auf dem Muli machte Dampf. In der Naxi Hütte aßen wir zu Abend und tranken etwas über den Durchschnitt.
Am nächsten Morgen ließen wir das Frühstück zwecks Magenberuhigung weg. Jedoch ist uns nicht entfallen, dass auf dem Innenhof Kostbarkeiten von beachtlicher Größe wuchsen. Nach kurzer, intensiver Gestikulation bekamen wir sogar direkt eine Supermarkttüte mit circa 20g Inhalt und eine Pfeife - der Morgen war gerettet. Wir blieben also noch ein bischen, tranken eine Cola und genossen die fabelhafte Aussicht. Der Abstieg war wesentlich leichter als der Aufstieg und am Fuße des Berges stießen wir durch Glück auf ein Großraum-Schwarz-Taxi, dass uns alle für 20 Yuan pro Person zurück nach Lijiang brachte.
Im "Hotel" angekommen sind wir schnell unter die Dusche und danach was essen. Das kleine Bier weit oben in der Altstadt wurde später noch zu einem Barbesuch mit Folgen. De guo ren´s wurden von Chinesen auf ein Bier eingeladen und so....bis spät in die Nacht.
Zurück nach Kunming
Unser letzter Tag startet damit, dass unser Frühstück nicht kommen wollte. Wir warteten in der Bar/dem Restaurant über 45 min, bis wir einfach gegangen sind, um dann schnell bei KFC zu frühstücken. Anschließend ging es mit dem Taxi zum Black-Dragon-Pool Park. Ein Park zum entspannen und anschließend ein Marsch auf den Berg, von dem man Lijian komplett überschauen konnte - auch sehr geil. Auf der einen Seite die Altstadt und auf der anderen Seite eine neue typisch, chinesische Stadt. Nach einem kleinen Pils wieder unten im Park ging es zu Fuß zurück in die Stadt, um die letzten Besorgungen für unseren Sleeperbus zu organisieren.
Der Sleeper war noch schlimmer als auf der Hinfahrt. Wir hatten ganz hinten oben die Liegewiese für 5 Leute, viel zu eng!! Von der 8 Stunden Fahrt (20-4 Uhr), konnte man dann vielleicht 2 Stunden schlafen...naja, um 4 haben wir dann Stress gemacht, weil wir nicht bis zum nächsten Morgen im Sleeper bleiben wollten. Wir haben in Kunming einen 24h Imbiss zu finden, der uns Bier und Frühlingsrollen bescherte, dass wir dort locker 2 Stunden verbringen konnten, bis wir ins Dormitory von der "Kunming University of Science and Technology" konnten und ins Bett gefallen sind.
UPDATE: ein paar Bilder sind da auf der Seite von Julius: http://picasaweb.google.com/julius.mangoldt/ReiseDurchYunnan
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